Informiert im Gesundheitswesen

Spezialärzte treiben die Kosten in die Höhe

Fotolia_79552598_XSTarifsuisse hat den Tarifvertrag mit der Zürcher Ärztegesellschaft gekündigt. Grund: Die Spezialärzte haben die Kosten im vergangenen Jahr um 12,8 Prozent in die Höhe schnellen lassen. Man stelle sich eine solche Kostensteigerung vor, würde sie von den Apothekern verursacht! Man würde die Pharmazeuten öffentlich steinigen. Bei den Ärzten wurde nun zwar der Tarifvertrag gekündigt. Aber was schaut am Ende dabei heraus? Ein bisschen Drohkulisse, vielleicht um einen Rappen gekürzte Tarife, das war‘s dann. Kosten werden sicherlich nicht gespart, denn im Gegensatz zu den Apothekern können die Ärzte allfällige Kürzungen beim Tarif durch Mengenausweitung kompensieren. Welcher Patient protestiert schon ernsthaft, wenn ihm der Arzt mit leichten Sorgenfalten auf der Stirn eine weitere Untersuchung oder eine zusätzliche Therapie anpreist. Unter dem Motto «sicher ist sicher» werden – die Statistiken sprechen Bände – Gelenkprothesen eingesetzt, Kaiserschnitte empfohlen, für jede Kleinigkeit teure Apparate eingesetzt, in den SD-Gebieten im grossen Stil Medikamente verkauft etc. etc. Evidence based medicine? Die gibt es auf dem Papier. In der Realität kommen ernsthafte Zweifel auf. Hier drei von vielen möglichen Links zum Thema:

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Eklat-wegen-Kosten-der-Spezialaerzte/story/13864891

http://www.santesuisse.ch/de/dyn_output.html?content.vcid=6&content.cdid=42469&sess_contentonly=

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/das-aktenstudium-der-aerzte-laesst-sich-nicht-kontrollieren/story/21158186

23. Juli 2015

Foto © kovak Fotolia

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