Gute Nachrichten für die Apotheker. Die SWICA lanciert ein neues Versicherungsmodell. Wenn die Versicherten sich zuerst von einem Apotheker beraten lassen, bevor sie zum Arzt rennen, erhalten sie 19 Prozent Prämienrabatt. Allerdings gilt dieses Modell vorläufig nur für die TopPharm-Apotheken. Schade! Diese Versicherungsform sollte flächendeckend und nicht mit Sonderverträgen zwischen einzelnen Anbietern eingeführt werden. Trotzdem, es ist ein Anfang und ein Schritt in die richtige Richtung.
Dass von der FMH postwendend Bedenken kommen, überrascht nicht. Das Mantra von Verbandspräsident Jürg Schlup, geäussert gegenüber der Aargauer Zeitung online vom 30.8.: «Der Apotheker wird nur weniger Fälle abschliessend behandeln können.» und «Falls der Apotheker Zusatzuntersuchungen empfiehlt, um seine Diagnose abzusichern, kann es durchaus teurer werden.»
Jaja, kann vielleicht, eventuell, unter Umständen. Es ist schon bemerkenswert, wie sich die Ärzte mit abwertenden Äusserungen immer wieder völlig ignorant gegenüber dem Wissen und den Fähigkeiten der Apotheker outen. Zum Glück bewegt sich die Welt ausserhalb des inneren Ärztezirkels weiter. Die Politik und allmählich auch die Krankenkassen erkennen das Potential der Apotheken und beginnen es gezielt zu nutzen. Weiter so!
31. August 2015