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Die ewige Leier von der teuren Schweiz!

Die Grafik des Tages in der Handelszeitung vom 16.8.2018 zeigt auf, was ein Tag im Spital kostet. Es handelt sich dabei um die durchschnittlichen Behandlungskosten in Krankenhäusern ausgewählter Länder im Jahr 2015.

Quelle: Handelszeitung 16.08.2018

In der Schweiz ist ein Tag im Spital fast so teuer wie in den USA. Spannend finden wir aber auch den Vergleich mit Spanien: in der Schweiz kostet ein Behandlungstag im Schnitt $ 4’781. In Spanien bezahlt man dafür lediglich $ 424. Ein Behandlungstag in der Schweiz ist also 11,2-mal teurer als in Spanien.

 

Bei diesen Zahlen erinnern wir uns an einen Artikel, wo sich Urs P. Gasche auf infosperber.ch über den Preisunterschied von Voltaren Tabletten in der Schweiz im Vergleich mit Spanien auslässt. Er regt sich auf, dass diese in der Schweiz 6-mal teurer sind als beim EU-Nachbar.

Quelle: https://www.infosperber.ch

Erstaunlicherweise scheint die Tatsache der hohen Spitalkosten viel weniger Aufregen zu erwecken als die ewige Diskussion um die Medikamentenpreise in der Schweiz.

Ja, die Medikamente sind in der Schweiz teurer als in Spanien, genauso wie das Fleisch, das Hotel, das Café und so weiter.

Wir verteidigen den Lohnschutz gegenüber der EU, aber gewisse Journalisten, Politiker und der Preisüberwacher wollen Löhne wie in der Schweiz und Preise wie in Spanien, um bei unserem Beispiel zu bleiben. Aber das funktioniert nun einmal nicht. Mit dem Tiefpreiswahnsinn gefährdet man das gesamte System. Darf ein hochwirksames Schmerz- und Rheumamittel (Voltaren) nicht mehr kosten als zwei 5er Mocken oder drei Ricola Täfeli? Oder ist das falsch?

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