Informiert im Gesundheitswesen

Und immer wieder grüsst santésuisse

Wir haben schon lange nichts mehr gehört von santésuisse. Jetzt aber, sind sie zurück!

Und dies in alter Frische, obwohl, man muss eher sagen,  mit alter Taktik: Mit einer typischen santésuisse Statistik nämlich, frei interpretiert, so dass sie politisch maximal ausschlachtbar ist (Link zum Communiqué).

Seien wir doch auch mal so polemisch wie santésuisse und zitieren aus ihrem Communiqué:

«Das Sparpotential ist dabei erheblich, mit echten Reformen könnten die Prämienzahler mehrere hundert Millionen Franken sparen.» Das Sparpotential soll also mit der Senkung der Vertriebsmarge erreicht werden. Die Vertriebsmarge sind die Kosten, welche in der Schweiz anfallen. Man könnte auch mehrere Millionen Franken sparen, wenn man die Versicherungsangestellten in ein Call Center nach Indien auslagern würde. Das würde die Kosten zu Gunsten der Prämienzahler massiv senken!»

Zudem ist interessant und wichtig zu wissen, dass es santésuisse ist, die die echten Reformen seit Jahren blockieren. Konstruktive Reform-Vorschläge sind nämlich von einer breit abgestützten Allianz an die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates eingereicht worden. Mit dabei auch der andere Verband der Krankenversicherer.

Es sind die teuren Onkologika und Immunsuppressiva, die die Erhöhung der Kosten verursachen. Aber anstatt das Problem an der Wurzel zu packen, redet santéusuisse politisch von Reformen gegen die zu hohen Vertriebsmargen und tiefpreisigen Medikamenten wie Schmerzmittel, welche mit Preisen von weniger als zwei Franken billiger sind als ein Ricola Täfeli?

Und auch Meierhans bläst leider wie gewohnt ins gleiche Horn, mit seinen widersprüchlichen Vorschlägen. Ein Referenzpreissystem verursacht eine staatlich verordnete Verknappung des Angebots – und genau diese Versorgungsknappheit hat ja bekanntlich die Preise bei Masken und Desinfektionsmittel in der Pandemie explodieren lassen. Erreicht wäre damit also genau das Gegenteil von dem was wir möchten. Wann begreifen das auch santésuisse und Meierhans?

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