Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /var/www/vhosts/3-min.info/httpdocs/index.php:1) in /var/www/vhosts/3-min.info/httpdocs/wp_201802/wp-includes/feed-rss2.php on line 8 eRezepte – Informiert im Gesundheitswesen https://3-min.info Aktuelle Themen im Gesundheitswesen auf kritische, aber akzentuiert kommentierte Art nähergebracht. Thu, 31 May 2018 15:43:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://www.3-min.info/wp_201802/wp-content/uploads/2018/03/icon.png eRezepte – Informiert im Gesundheitswesen https://3-min.info 32 32 Endlich! Stärkere Position für die Apotheken. https://3-min.info/2016/09/19/endlich-staerkere-position-fuer-die-apotheken/ https://3-min.info/2016/09/19/endlich-staerkere-position-fuer-die-apotheken/#respond Mon, 19 Sep 2016 07:01:36 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=9651 ??????????????Für einmal kommen aus dem Umfeld von Gesundheitsminister Alain Berset positive Töne für die Apotheker. Sein persönlicher Berater Thomas Christen präsentierte am 5. TopPharm Netzwerk-Event vom  6. September, wie die medizinische Grundversorgung aus Sicht des Bundes in Zukunft aussehen soll. Neben mehr Hausärzten und mehr und besser ausgebildetem Pflegepersonal erhält auch die Neupositionierung der Apotheken einen hohen Stellenwert. «Apotheker gehen weg vom ursprünglichen Profil des Herstellers und Anbieters von Heilmitteln, hin zum Anbieter von zusätzlichen Dienstleistungen, Informationen und einer patientenzentrierten Betreuung», heisst es in der Präsentation aus dem BAG.

Der erste Teil des Satzes mutet zwar etwas anachronistisch an. Man scheint beim Bundesrat erst jetzt zu bemerken, dass die Apotheker zusätzliche Dienstleistungen, Informationen und patienten- bzw. kundenzentrierte Betreuung anbieten. Das tun sie seit eh und je! Aber wir wollen nicht das Haar in der Suppe suchen. Die Erweiterung der Abgabekompetenz, wie sie mit der Revision des Heilmittelgesetzes verankert ist, verbunden mit neuen Leistungen wie Impfungen, Diagnose und Behandlung von häufigen Krankheiten und die Förderung von spezialisierten Betreuungskompetenzen zum Beispiel für Kinder, Diabetiker und Personen mit Atemwegerkrankungen und anderen nicht übertragbaren Krankheiten (NCD) sind ein sinnvoller Ansatz und ein positives Signal für die Apotheker.

Auch die Förderung der Interprofessionalität ist begrüssenswert. Wenn es um die Verbesserung an spezifischen Schnittstellen wie Spitalaustritt, Konsultation mehrerer Ärzte und Selbstmedikation geht, haben die Apotheker oft einen sehr guten Überblick, weil Patienten zwar mehrere Ärzte konsultieren, aber im Normalfall stets in die selbe Apotheke gehen. Ausserdem haben die Apotheker den Vorteil, dass sie von den Versicherten als aussenstehende Personen wahrgenommen werden, denen sie auch Dinge anvertrauen, die sie dem Arzt gegenüber nicht auszusprechen wagen oder für die dort wenig Zeit bleibt. Die Stärkung der Apotheker ist deshalb auch aus unter dem Aspekt Therapietreue und Medikamentensicherheit eine positive Entwicklung, die Unterstützung verdient.

http://www.toppharmevent.ch/download/thomas-christen-moderator/?wpdmdl=1760

19. September 2016

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Gebt den Apothekern den Lead beim elektronischen Patientendossier! https://3-min.info/2015/11/30/gebt-den-apothekern-den-lead-beim-elektronische-patientendossier/ https://3-min.info/2015/11/30/gebt-den-apothekern-den-lead-beim-elektronische-patientendossier/#respond Mon, 30 Nov 2015 17:45:30 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=9364 Protection concept: Key on Green puzzle pieces background, 3d render

Alle reden vom elektronischen Patientendossier, doch etabliert ist es längst nicht. Man sollte den Lead den Apothekern übertragen. Die arbeiten bereits seit Jahren mit dem elektronischen Medikamentendossier und hätten auch kein Problem mit elektronischen Rezepten. Die Digitalisierung stockt bei den anderen Leistungserbringern. Laut «eHealth Suisse» übermitteln Spitäler Informationen an den Hausarzt immer noch zu 41 Prozent per Fax. Die übrigen Kommunikationswege sind die Post (26%) und eMail (19%), oder der Patient dient als Kurier (11%). Das ist nicht nur langsam und ineffizient, sondern führt auch zu erheblichen Sicherheitsmängeln. Laut der Stiftung für Patientensicherheit basieren 30 bis 50 Prozent aller Behandlungsfehler auf Fehlern in der Medikation. Laut Schätzungen erfolgen 4 bis 6 Prozent aller Spitaleintritte in der Schweiz wegen Zwischenfällen aufgrund fehlerhafter Medikation. Das sind immerhin 40‘000 bis 45‘000 Hospitalisationen pro Jahr.

Gemäss einer Studie von David W. Bates, Professor an der Harvard Medical School, et al. stellt die handschriftliche Verordnung mit 39% Anteil das Hauptproblem für Drug related problems (DRP) dar. Mit 38% fast ebenso häufig sind Verabreichungsfehler. In 12% der Fälle sind die Übertragung und Dokumentation das Problem, bei 11% der Zwischenfälle das Monitoring der Medikation.

Sehr aufschlussreich sind die Massnahmen, die in der Literatur zur Verbesserung der Situation genannt werden:

Mit dem Einbezug von klinischen Pharmazeuten könnte bei Risikopatienten und beim Einsatz von Hochrisiko-Medikamenten wertvolles Fachwissen eingebracht werden. Auch bei den Schnittstellen Spitaleintritt bzw. –austritt wären die Apotheker ein wesentlicher Faktor für die Verbesserung der Sicherheit. Da wäre hinzuzufügen, dass die Apotheker auch ausserhalb des Spitals besser einbezogen werden sollten. Sie sind die ideale Schnittstelle zwischen allen Leistungserbringern. Das setzt allerdings voraus, dass Spitäler und freipraktizierende Ärzte mit den Apothekern zusammenarbeiten (wollen). Solange es Spitäler gibt, die das Austrittsrezept dem SD-Arzt faxen, der dem Patienten verkauft, was in seiner Praxisapotheke gerade verfügbar ist und sich dabei auch nicht scheut, die Medikation gemäss seinem Lagerbestand anzupassen, bleibt die Zusammenarbeit schwierig oder ist gar unmöglich. Da ist die Politik gefragt. Sie muss den Apotheken die entsprechenden Aufgaben zuteilen und ihnen die nötigen Kompetenzen geben. Die Abschaffung der SD wäre ein wesentlicher Schritt, der vieles von selbst regeln würde!

Als weiterer Punkt zur Verbesserung der Sicherheit in der Medikation wird die computergestützte ärztliche Verordnung genannt. Sie könnte schwerwiegende Zwischenfälle im Zusammenhang mit der Medikation um mehr als die Hälfte reduzieren. Zu diesem Ergebnis gelangte eine 1998 ebenfalls von David W. Bates durchgeführte Studie. Therapeutische Fehler lassen sich dadurch zwar nicht vermeiden, aber mindestens könnten Anwendungs-, Dosierungs- und Übertragungsprobleme minimiert werden. Bezogen auf die Schweiz ist auch hier festzuhalten, dass es nicht an den Apothekern liegt. Die Pharmazeuten arbeiten seit 30 Jahren mit effizienten, sehr praxisorientierten und bestens ausgebauten IT-Lösungen. Es wäre an der Zeit, ihre Erfahrung und ihr Know-how und jenes der dahinterstehenden erfahrenen und kompetenten Softwarefirmen zu nutzen. Die permanente Abwehr der Ärzte gegenüber den Apothekern ist absolut fehl am Platz und zeugt eigentlich nur davon, dass sie keine Ahnung haben, was die Apotheker zu bieten haben und es offensichtlich auch nicht wissen wollen. Schade!

Ein Kernpunkt ist ausserdem das Vier-Augen-Prinzip. 85% der Fehler bei Pflegepersonen und Apothekern könnten so vermieden werden. Zu diesem Schluss kommt das Institute for Save Medication. Voraussetzung sei jedoch, dass die Doppelkontrolle unabhängig erfolge. In der Offizin ist die Doppelkontrolle seit jeher Standard. Warum sich die Ärzte so sehr gegen das Vieraugenprinzip zusammen mit den Apothekern wehren, hat vor allem einen Grund, die SD. Sie verhindert die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern, verunmöglicht die Verbesserung der Medikamententherapie und verursacht unnötige Spitaleintritte. Darum einmal mehr: Schafft endlich die SD ab!

http://www.patientensicherheit.ch/de/ueber-uns/Patientensicherheit.html

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7790981

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=ismp+medication+safety+alert

30. November 2015

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Kanton Zug beabsichtigt, einen «eMediplan» einzuführen https://3-min.info/2015/06/26/kanton-zug-beabsichtigt-einen-emediplan-einzufuehren/ https://3-min.info/2015/06/26/kanton-zug-beabsichtigt-einen-emediplan-einzufuehren/#respond Fri, 26 Jun 2015 07:32:33 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=9173 Fotolia_74611508_XSDer Kanton Zug will künftig den Medikamentenplan von Patienten auf einer Internetdatenbank allen Beteiligten zugänglich machen. «eMediplan» heisst das Projekt, das vom Kanton und der Ärztegesellschaft in einer Absichtserklärung unterzeichnet wurde. Und was fällt dem aufmerksamen Leser auf? Einmal mehr werden die Apotheker mit keinem Wort erwähnt! Was für ein Krampf! Würden Ärzte konsequent Rezepte ausstellen, wären viele Probleme gelöst. Dann laufen die Fäden nämlich in der Apotheke zusammen. Dort fallen Doppelverschreibungen, Dosierungsfehler, Interaktionen etc. sofort auf, denn die Apotheker verfügen nicht nur über universitäres Fachwissen (zur Erinnerung: Apotheker sind DIE Fachleute für Arzneimittel), sondern seit Jahrzehnten über hochspezialisierte IT-Lösungen mit Möglichkeiten für eRezepte, elektronische Patientendossiers, Interaktionsprogramme und vieles mehr. Alles schon da, und zwar in höchster Qualität. Aber nein, die Götter in Weiss wollen das Rad neu erfinden, nur weil sie die Apotheker partout nicht als Partner anerkennen wollen. Das ist eine verantwortungslose Verschleuderung von Ressourcen.

http://www.zg.ch/behoerden/gesundheitsdirektion/direktionssekretariat/aktuell/kanton-und-aerztegesellschaft-unterzeichnen-absichtserklaerung

26. Juni 2015

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Apotheken sollten Cross-Channel-Einkauf aufbauen https://3-min.info/2015/06/04/apotheken-sollten-cross-channel-einkauf-aufbauen/ https://3-min.info/2015/06/04/apotheken-sollten-cross-channel-einkauf-aufbauen/#respond Thu, 04 Jun 2015 11:28:04 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=9135 Fotolia_79509420_XSDer Apothekerverband des Kantons Zürich lud Prof. Thomas Rudolph als Referenten an seine Frühjahrsversammlung vom 21. Mai ein. Das Thema lautete «Der Einfluss des Internets auf den Pharmahandel mit OTC-Produkten». Der Vortrag zeigte, was wir alle im Grunde genommen wissen, aber zuweilen gerne verdrängen: Die Konsumenten kaufen zunehmend über das Internet ein. Fixe Verkaufsstellen als alleinige Anlaufstelle verlieren an Boden, und zwar markant. Steigend ist allerdings nicht nur die Zahl der Einkäufe über das Internet, eine zunehmende Zahl von Konsumenten kauft situativ «mal im Geschäft, mal im Internet». Rudolphs Schlussfolgerung aus solchen Erkenntnissen: «Apotheken müssen über Cross-Channel-Management nachdenken, weil sie ansonsten an Pure-Player, wie z. Bsp. Amazon, Marktanteile verlieren.» Dabei sollen sich die Apotheker auf wenige Cross-Channel Services konzentrieren und nicht überall dabei sein wollen. Als Beispiele nannte er unter anderem: Die Kundenkarte soll sowohl im Online-Shop als auch im Ladengeschäft einsetzbar sein; man kann online bestellen und die Ware in einer beliebigen Filiale abholen; man kann online die Verfügbarkeit von Produkten beim gewünschten Händler abrufen; man kann über eine Smartphone-App Produktinformationen abrufen, die helfen, sich zu entscheiden u.ä.

Es war wohl nicht zuletzt der Referent, der mehr als 100 Apothekerinnen und Apotheker an die Frühjahrsversammlung des AVKZ lockte. Das ist ein gutes Zeichen. Apotheker sind seit 30 Jahren mit IT-Anwendungen vertraut und arbeiten schon lange mit zahlreichen sehr effizienten Lösungen. Da dürfte der Schritt zum Cross-Channel-Einkauf für viele lediglich ein logischer weiterer Schritt in eine erfolgreiche Zukunft sein, sofern sie ihn nicht ohnehin bereits vollzogen haben.

Wer sich mit dem Thema Cross-Channel-Einkauf vertraut machen will, findet entsprechende Literatur im Online-Shop des Forschungszentrums für Handelsmanagement an der Universität St. Gallen.

http://www.handelsliteratur-hsg.ch/

4. Juni 2015

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Nicht anfassen, drauftippen! https://3-min.info/2015/05/29/nicht-anfassen-drauftippen/ https://3-min.info/2015/05/29/nicht-anfassen-drauftippen/#respond Fri, 29 May 2015 08:31:57 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=9128 Abstract multimedia background made by different images bent agaIn der Apotheke Hörning in Bern gibt es seit neuestem keine Warengestelle mehr. Stattdessen leuchten zwölf Touchscreens an den Wänden. Unter Titeln wie «Rheuma & Sport», «Schmerzen», «Schnupfen und Halsweh» und anderen Indikationen sind die entsprechenden Medikamente abgebildet. Tippt man drauf, sieht man die Packung in 3D und erhält Erläuterungen dazu. Will der Kunde das Produkt kaufen, setzt der Apotheker mit einem Fingertipp den Roboter im Untergeschoss in Bewegung, der das Gewünschte in den Verkaufsraum befördert.

Die Apotheke gehört seit 1998 der Dr. Bähler Dropa AG. Die Investition für den Roboter belief sich laut Bericht in der Berner Zeitung vom 28. Mai auf 170‘000 Franken für den Roboter. 50‘000 Franken liess sich das Unternehmen die Touchscreens kosten.

http://www.achillea.ch/de-ch/geschaeftsstellen/region-bern/apotheke-hoerning.aspx

29. Mai 2015

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eHealth – Apotheker bieten Lösungen, Ärzte verweigern sich https://3-min.info/2015/05/26/ehealth-apotheker-bieten-loesungen-aerzte-verweigern-sich/ https://3-min.info/2015/05/26/ehealth-apotheker-bieten-loesungen-aerzte-verweigern-sich/#respond Tue, 26 May 2015 08:13:39 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=9122 karte-ambulanz-260x300Unter dem Titel «Die Bremser in Weiss» thematisiert NZZ online das elektronische Patientendossier, dessen Einführung noch immer auf sich warten lässt. Schuld daran ist einerseits sicherlich der Staat, der mit viel zu viel Regulierung jede Initiative im Keim erstickt. Andererseits blockieren aber auch die Ärzte, die den Sinn des elektronischen Patientendossiers nicht einsehen wollen oder sich möglicherweise aus finanziellen Gründen verweigern. Es ist kein Geheimnis, dass viele Ärzte in ihrer Praxis noch immer kein taugliches EDV-System installiert haben.

Dieser Rückstand bei den Ärzten ist ein weiterer Grund, die Apotheker besser ins Gesundheitswesen einzubeziehen. Apotheken arbeiten schon seit 30 Jahren mit bestens funktionierenden IT-Lösungen. Bestellungswesen, Abruf von Interaktionen, Alternativprodukten, Dosierungen, Kundendaten etc. gehören dort schon längst zum Standard, den jede Lehrtochter beherrschen lernt. Die Apotheker sind schon lange bereit. Ein Beispiel ist die Versichertenkarte VeKa der IFAK Data AG, auf der Versicherte freiwillig ihre persönliche Medikation, Kontaktdaten für den Notfall und Hinweise auf Patientenverfügung und Organspendeausweis speichern lassen können. Die Daten bleiben beim Versicherten. Er bestimmt, wem er Einblick geben will, und im Notfall können Rettungsdienste und Notfallärzte lebensrettende Informationen rasch ablesen.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/unternehmen/die-bremser-in-weiss-1.18546206

http://www.notfalldaten.ch/wp/

26. Mai 2015

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Mediziner rücken in Zentrumsnähe https://3-min.info/2014/12/12/mediziner-ruecken-in-zentrumsnaehe/ https://3-min.info/2014/12/12/mediziner-ruecken-in-zentrumsnaehe/#respond Fri, 12 Dec 2014 10:19:28 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=8951 Fotolia_48951947_XSImmer mehr Arztpraxen lassen sich in der Nähe der grossen Pendlerströme nieder. Besonders Bahnhöfe sind attraktive Orte, denn hier können Patienten auf dem Arbeitsweg noch schnell den Arzttermin wahrnehmen, und für die lokale Bevölkerung ist die Lage von Ärzten, Zahnärzten und Therapeuten beim oder im Bahnhof ideal, weil Bahnhöfe auch von den lokalen öffentlichen Verkehrsmitteln bestens erschlossen sind und gleichzeitig ein grosses Angebot an Einkaufsmöglichkeiten mit ausgedehnten Öffnungszeiten haben. Der Trend Richtung Bahnhöfe wird sicherlich anhalten. Vor allem jüngere Leute haben oft keinen Hausarzt, sie sind mobil und vom allgemeinen Konsumangebot rund um die Uhr gewohnt, alles sofort haben zu können. Einen Arzttermin drei Wochen im Voraus abmachen zu müssen, passt schlecht in diesen Lebensstil.

Dieser Trend müsste eigentlich zu einer Annäherung zwischen Ärzten und Apothekern führen. Die Apotheken sind seit vielen Jahren dem harten Wettbewerb ausgesetzt und daher schon längst auf gut frequentierte Standorte angewiesen, um überleben zu können. Wenn nun Arztpraxen und Therapeuten ebenfalls an diese Standorte nachrücken, ist es ein Gebot der Stunde, zusammenzuarbeiten. Es gibt spätestens jetzt keinen einzigen plausiblen Grund für die SD mehr. Und auch die ständig wiederholte Unterstellung der Ärzte, Apotheker seinen nicht qualifiziert für Impfungen und andere Dienstleistungen, lässt sich mit der räumlichen Nähe nicht aufrecht erhalten. Sollte tatsächlich einer der extrem seltenen Fälle eintreten, bei denen notfallmässig ein Arzt gebraucht wird, befindet er sich ja nun im selben Gebäude.

Noch etwas könnte eine Chance für die Apotheker sein. Immer mehr Ärzte und vor allem die zunehmende Zahl an Ärztinnen wollen nicht mehr selbständig arbeiten, sondern ziehen Teilzeitanstellungen vor. Vor diesem Hintergrund bietet es sich doch eigentlich an, dass der Apotheker, in der Mehrzahl immer noch selbständiger Unternehmer, eine Arztpraxis in seine Apotheke integriert oder sie in der Nähe einrichtet. Das würde die Gesundheitsversorgung auf einen Schlag modernisieren, denn man kann davon ausgehen, dass von Apothekern betriebene Arztpraxen mit effizienten IT-Systemen ausgerüstet wären. Diskussionen um das eRezept und das elektronische Patientendossier wären augenblicklich vom Tisch. Ausserdem könnte die Apotheke die Ärzte entlasten, indem sie einen Teil der Rezeptionsarbeit der Arztpraxis übernimmt, wie Termine abmachen, administrative Aufgaben erledigen etc.

Falls nun jemand aufschreit, die wirtschaftliche Nähe zwischen Arztpraxis und Apotheke wäre problematisch, sollte sich dann ehrlicherweise fragen, wie es denn mit der Problematik der SD steht und damit, dass von der öffentlichen Hand mitfinanzierte Spitäler zunehmend Apotheken und Ambulatorien in ihren Betrieb integrieren und ihren Chefärzten Boni bezahlen. Da wäre eine von einem Apotheker betriebene Arztpraxis vergleichsweise leicht zu überprüfen und sehr viel transparenter.

http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/basel/baselbiet/der-bahnhof-entwickelt-sich-immer-mehr-zum-gesundheitszentrum-128637499

12. Dezember 2014

Foto © davis – Fotolia

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Weiterhin keine Wahlfreiheit beim Medikamentenbezug https://3-min.info/2014/12/04/weiterhin-keine-wahlfreiheit-beim-medikamentenbezug/ https://3-min.info/2014/12/04/weiterhin-keine-wahlfreiheit-beim-medikamentenbezug/#respond Thu, 04 Dec 2014 10:28:39 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=8944 dog and ownerDer Ständerat hat auf Druck der FMH die Regelung abgeschwächt, dass der Arzt dem Patienten in jedem Fall ein Rezept aushändigen muss, unabhängig davon, ob er ihm die Medikamente in der Praxis verkauft oder nicht. Neu soll dies nur noch «grundsätzlich» gelten. der Patient soll auf das Rezept verzichten können.

Was für eine Farce. Wir sind wieder beim Thema. Wie gross ist die Wahlfreiheit des Patienten wohl, wenn er krank vor seinem Arzt steht! Welcher Patient ist bei einer Konsultation in der Stimmung, eine Diskussion um das Rezept anzuzetteln. Diese Abschwächung im HMG bedeutet nichts anderes, als dass die Wahlfreiheit wieder abgeschafft ist. Die Ärzte, allen voran die SD-Ärzte, haben wieder freie Hand. Ihre aus der Luft gegriffenen astronomischen Zahlen von 150 Millionen, welche die Ausstellung der Rezepte koste, verfingen offenbar bei den Politikern, und sie nahmen Ständerat Felix Gutzwiller ab, die Ausstellung eines Rezepts sei eine «Zumutung».

Eine Zumutung ist, dass Patienten nach wie vor genötigt werden, ihre Medikamente in der Arztpraxis zu kaufen.

http://www.nzz.ch/schweiz/apotheker-sollen-mehr-medikamente-verschreiben-duerfen-1.18437543

4. Dezember 2014

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Apotheker sind fortschrittlicher https://3-min.info/2014/11/27/apotheker-sind-fortschrittlicher/ https://3-min.info/2014/11/27/apotheker-sind-fortschrittlicher/#respond Thu, 27 Nov 2014 10:16:01 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=8934 VeKaDie Apotheker haben seit Jahrzehnten eine topfunktionierende Logistik. Bereits vor dreissig Jahren führten sie systematisch den Computer in ihren Alltag ein. Bestellwesen, Kasse, Medikamenteninformationen, Interaktionsprogramm etc. gehören bei den Apothekern längst zum Standard. Flächendeckend, ohne Wenn und Aber. Dies erleichtert nicht nur die Arbeit in der Apotheke. Vor allem tragen die hochentwickelten Informatiksysteme wesentlich zur Patientensicherheit bei. Ob Patientendossier oder e-Rezept, die Apotheker sind bereit. Nicht so die Ärzte. Nach wie vor führen lediglich rund 30 Prozent der Praxisärzte ihre Patientendossiers vollständig elektronisch. Im Swiss-eHealth-Barometer 56 Prozent der Praxis- und Belegärzte geben an, sie würden die Einführung des elektronischen Patientendossiers erwägen (die Minderheit), in den nächsten drei Jahren nicht vorsehen (29 Prozent) oder gaben keine Antwort.

Dominik Jordan, Präsident von Pharmasuisse, schreibt in der aktuellen Ausgabe von Dosis: «Werden Patientendaten dokumentiert und über ein elektronisches Patientendossier zur Verfügung gestellt, können alle Behandelnden jederzeit, überall und in Sekundenschnelle darauf zugreifen. Es ist entscheidend, dass sie die Krankengeschichte der Patienten inklusive des Medikamentenbezugs mit Zustimmung der Patienten online abrufen können. Das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier ist deshalb ein wichtiger Schritt.» Die Zustimmung des Patienten für den Zugriff auf seine Daten sei ein Muss. Dass aber die Führung des elektronischen Patientendossiers für die Leistungserbringer freiwillig sein soll, dafür gebe es keinen vernünftigen Grund.

Wie gesagt, an den Apothekern liegt es bestimmt nicht. Sie sind mit IT-Lösungen längst vertraut und bestens vorbereitet auf die Weiterentwicklung von eHealth. Man wundert sich nur, dass die Politik die Berufsgruppe der Pharmazeuten nicht besser einbezieht. Die Apotheker könnten Zugpferd für wichtige Entwicklungen sein. Dass sich die Ärzte wegen der SD dagegen sträuben, ist nichts Neues. Aber die Politik sollte die Apotheker endlich als innovative, motivierte und fachlich ausgewiesene Partner ins Boot holen anstatt sie mit Preissenkungen an den Rand des Ruins zu treiben.

Dosis, News aus der Gesundheitspolitik, Nr. 67 / 11.2014 dosis _Nr67_Nov14_d_Web

Swiss-eHealth-Barometer Swiss_eHealth_Barometer

http://www.notfalldaten.ch/wp/

27. November 2014

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Kanton Zürich lanciert e-Dossier https://3-min.info/2014/08/15/kanton-zuerich-lanciert-e-dossier/ https://3-min.info/2014/08/15/kanton-zuerich-lanciert-e-dossier/#respond Fri, 15 Aug 2014 08:34:56 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=8795 SAnfang Juli wurde im Kanton Zürich die Trägerschaft Zürich Affinity Domain ZAD gegründet. Ihr Ziel: Einführung des elektronischen Patientendossiers. Das Positive dran: Die Apotheker sind ganz vorne mit dabei, der kantonale Apothekerverband AVKZ wird auf der Website sogar an erster Stelle genannt. Ebenfalls mit dabei sind der Verband Zürcher Krankenhäuser, die Ärztegesellschaft des Kantons Zürich, die Curaviva Kanton Zürich (Verband Heime und Institutionen Schweiz), der Spitex-Verband Kanton Zürich und die Gesundheitsdirektion. Es ist zu hoffen, dass die Zusammenarbeit klappt. Nicht nur, weil das elektronische Patientendossier ein Zeichen der Zeit ist und bald niemand mehr versteht, warum ausgerechnet im Gesundheitswesen nicht auf einen Chip passen soll, was in fast allen anderen Bereichen des Lebens gang und gäbe ist. Vielleicht schaffen es die Ärzte durch diese Zusammenarbeit auch endlich, ihre Beisswut gegenüber den Apothekern abzulegen. Tatsache ist, dass sie von den Apothekern sehr viel lernen könnten. In dieser Berufsgattung ist EDV nämlich seit dreissig Jahren Standard, und wenn jemand es versteht, effiziente und zuverlässige IT-Lösungen zu generieren, dann sind es die Pharmazeuten und die dahinter stehenden Firmen.

http://www.vereinzad.ch/

15. August 2014

Foto © Maksim Kabakou – Fotolia.com

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