Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /var/www/vhosts/3-min.info/httpdocs/index.php:1) in /var/www/vhosts/3-min.info/httpdocs/wp_201802/wp-includes/feed-rss2.php on line 8 Lieferangpässe – Informiert im Gesundheitswesen https://3-min.info Aktuelle Themen im Gesundheitswesen auf kritische, aber akzentuiert kommentierte Art nähergebracht. Tue, 18 Feb 2020 13:16:29 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://www.3-min.info/wp_201802/wp-content/uploads/2018/03/icon.png Lieferangpässe – Informiert im Gesundheitswesen https://3-min.info 32 32 Eine Frage der Perspektive? https://3-min.info/2020/02/18/eine-frage-der-perspektive/ https://3-min.info/2020/02/18/eine-frage-der-perspektive/#respond Tue, 18 Feb 2020 13:16:29 +0000 https://www.3-min.info/?p=12058 Kürzlich lancierte Curafutura ohne weitere Ausführungen und genauere Beschreibung der Ursache, die Meldung, dass die Medikamentenkosten im Jahr 2019 um 6.3 Prozent gestiegen seien.

 

Was geschieht, wenn solche tendenziösen Meldungen platziert werden? Und was will Curafutura damit erreichen?

 

Auch santésuisse kommen solche Zahlen sehr gelegen, sie passen perfekt in ihr Konzept, in dem sie unermüdlich immer wieder die viel zu teuren Medikamente in der Schweiz (gemeint sind dann jeweils die Generika) anschwärzen.

 

Die Journalisten schiessen sich ebenfalls auf solche Mitteilungen ein. Am 21. Januar titelte beispielsweise die Liberté auf der ersten Seite über die Curafutura Meldung: «La facture du pharmacie fait mal».

 

Als ob der Apotheker für das Wachstum der Medikamentenkosten etwas dafür könnte. Für diese Zunahme sind nämlich die hochpreisigen Medikamente im Spital verantwortlich. Sie machen zwei Prozent der abgebebenen Medikamente aus und verursachen 60 Prozent der Kosten.

 

Im Gegensatz dazu verursachen fast die Hälfte aller abgegebenen Medikamente nur gerade knapp sechs Prozent der Kosten. Dabei handelt es sich um jene Medikamente der Preisklassen unter CHF 5 zu ex-factory, welche vor allem über den Apotheken-Kanal vertrieben werden.

 

Diese Differenzierung scheint aber die Krankenkassenverbände und Journalisten wenig zu interessieren. Es wäre aber doch weitaus seriöser, wenn sie mit Fakten an die Öffentlichkeit gehen würden, zum Beispiel, dass:

  • die zunehmenden Medikamentenkosten durch die hochpreisigen Medikamente verursacht werden und
  • die Apotheker seit 2012 durch Preissenkungen über eine Milliarde Franken bei den Medikamentenkosten eingespart haben.

 

Man müsste die hochpreisigen Medikamente sowieso aus der allgemeinen Rechnung nehmen und separat finanzieren, wie über eine Rückversicherung. Dann wäre die Rechnung der Medikamentenkosten ehrlicher und den Tatsachen entsprechend.

 

Warum macht man hier nicht zwei Rechnungen und vermischt stattdessen alles zu einem irreführenden Einheitsbrei? Ganz einfach, weil sich diese Fakten nicht eignen, um die politische Botschaft für die Einführung des Referenzpreissystems zu propagieren. Auch, dass bei diesem System – wonach nur das günstigste Medikament von den Versicherungen vergütet werden soll – der Patient für die Differenz selbst in die Tasche greifen muss, wird einfach verschwiegen.

 

Das Problem der steigenden Medikamentenkosten kann, so wie heute argumentiert und propagiert wird, nicht gelöst werden. Im Gegenteil, die unangetasteten, nicht in Frage gestellten Verursacher – die hochpreisigen Medikamente – werden diese weiter ansteigen lassen. Ein nicht bewährtes Referenzpreissystem lenkt den Fokus ab und wird zu weiteren Problemen führen, unter anderem das verbreitete und nicht gelöste Problem der Lieferengpässe noch verstärken.

 

 

 

 

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Was santésuisse und gewisse Politiker nicht wahrhaben wollen, ist schon Realität https://3-min.info/2019/12/20/was-santesuisse-und-gewisse-politiker-nicht-wahrhaben-wollen-ist-schon-realitaet/ https://3-min.info/2019/12/20/was-santesuisse-und-gewisse-politiker-nicht-wahrhaben-wollen-ist-schon-realitaet/#respond Fri, 20 Dec 2019 07:35:32 +0000 https://www.3-min.info/?p=12002 Bevor das Referenzpreissystem in der Schweiz überhaupt beschlossene Sache ist, ist bereits eingetroffen, was santésuisse und gewisse Politiker partout nicht wahrhaben wollen.

Der IFAK Verein hat in der Vergangenheit immer wieder davor gewarnt, dass der Markt in der kleinen Schweiz für ein Referenzpreissystem viel zu klein ist. Der Generikamarkt wird dadurch ausgehöhlt und verwässert. Die Befürworter haben dies unermüdlich schöngeredet: Angstmacherei sei es, der Markt werde das schon richten. Welcher Markt?, muss man sich da fragen. Dort wo die Preise durch den Gesetzgeber bestimmt werden, existiert kein Markt!

Es gibt zahlreiche Beispiele, die heute schon vor Augen führen, was passiert, wenn der Preisdruck auf die ohnehin schon günstigen Generika erhöht wird. So wie es mit dem Referenzpreissystem passieren wird. Als Exempel kann man den Fall Lasix® und seine Generika nehmen.

 

 

Das Original Produkt Lasix® und das Co-Marketing Produkt Furosemide® sind im Handel erhältlich. Zwei andere Hersteller haben ihre Generika, Fursol® und Furodrix®, mittlerweile aus dem Markt genommen, da sie bei diesen Billigstprodukten die Mindestabsatzmengen – die minimale Menge, die sie bestellen müssen, damit sie überhaupt beliefert werden – nicht mehr erreicht haben.

Die Firma Mepha hat ihr Produkt Oedemex® momentan nach wie vor im Handel. Die Frage ist, wie lange noch? Im Gegensatz zu den anderen Produkten könnte Mepha hier aber den Preis selbst bestimmen, da es nicht aus der Grundversicherung vergütet wird.

Würde auch das Mepha Produkt vom Markt verschwinden, hat Sanofi keine Konkurrenz mehr, kann den Markt verknappen und anschliessend das Produkt nicht mehr zu diesem Preis anbieten. Die Schönredner werden sicher auch hier sagen das stimme nicht und dies sei unmöglich. Der Sirup des Antibiotikums Bactrim® hat genau dies schon vorgemacht. Weitere Beispiele werden folgen.

Wir appellieren genau deshalb immer und immer wieder an santésuisse und die Politiker: seid nicht blauäugig, glaubt nicht, im Referenzpreissystem das Zaubermittel gefunden zu haben. Vergleicht nicht die Schweiz mit dem «immer viel billigeren Ausland». Wir bekommen damit noch ernsthaftere Versorgungsprobleme.

Es gibt übrigens heute schon Medikamente, welche in der Schweiz aufgrund von Lieferengpässen nicht mehr erhältlich sind, in Deutschland aber lieferbar sind, zu einem höheren Preis als der Schweizer Preis (Link auf 3-min Artikel).

 

 

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https://3-min.info/2019/12/20/was-santesuisse-und-gewisse-politiker-nicht-wahrhaben-wollen-ist-schon-realitaet/feed/ 0 12002
Herr Berset und santésuisse: Öffnet eure Augen! https://3-min.info/2019/11/01/herr-berset-und-santesuisse-oeffnet-eure-augen/ https://3-min.info/2019/11/01/herr-berset-und-santesuisse-oeffnet-eure-augen/#respond Fri, 01 Nov 2019 07:00:40 +0000 https://www.3-min.info/?p=11983 3-min berichtete schon über den Marktrückzug von Augmentin-Ampullen. (Link auf Artikel)

Nun gilt es ernst für die Spitäler und Ärzte. Diejenigen, die es bisher noch nicht gemacht haben, müssen bis spätestens Ende Jahr ihre Antibiotika-Versorgung umstellen. Per dann stellt Glaxo-Smith-Kline nämlich die Lieferung der Augmentin-Ampullen und -Suspensionen in der Schweiz definitiv ein. (Link auf medinside Artikel)

Was solche Marktrückzüge und die vorangehenden Lieferunterbrüche aufgrund des unrentablen Marktes in der Schweiz zur Folge haben, wurde hier ebenfalls immer wieder thematisiert.

Höchst besorgniserregend ist, dass Alain Berset und santésuisse immer noch nicht glauben wollen, dass ihr Referenzpreissystem die Situation noch verschärfen wird. Sie beharren unermüdlich weiter auf dem Festbetragssystem. Schon bevor dieses überhaupt im Parlament diskutiert wird, lesen wir von immer mehr Lieferengpässen und deren Rattenschwänzen.

Das jüngste Beispiel der Augmentin-Ampullen zeigt auf, was passiert, wenn der Markt vom Staat dirigiert wird. Pharmafirmen stoppen den Verkauf in der kleinen Schweiz, weil nur noch das günstigste Produkt von der Krankenkasse bezahlt werden soll. Es kommt in der Folge zu einer Marktkonzentration mit der Gefahr, dass der billigste Lieferant nicht mehr liefern kann. Das Ausweichen auf andere Medikamente hat Umstellungen der Patienten mit unnötigen Arztbesuchen und hohen Kosten zur Folge.

Das ist keine Schwarzmalerei, sondern heute schon traurige Realität!

 

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Was hat das Reizwort Referenzpreissystem mit Reizdarm zu tun? https://3-min.info/2019/09/30/was-hat-das-reizwort-referenzpreissystem-mit-reizdarm-zu-tun/ https://3-min.info/2019/09/30/was-hat-das-reizwort-referenzpreissystem-mit-reizdarm-zu-tun/#respond Mon, 30 Sep 2019 06:00:46 +0000 https://www.3-min.info/?p=11949 Linaclotidum ist ein Wirkstoff, der zur symptomatischen Behandlung des Reizdarm-Syndroms bei Erwachsenen angewendet wird. Die Firma Allergan AG vertreibt diesen in der Schweiz als Fertigarzneitmittel in Form von Kapseln unter dem Namen Constella®.

Constella®  ist zurzeit in der Schweiz nicht lieferbar. Bis auf Weiteres. Und ist damit in bester Gesellschaft mit rund 600 anderen Produkten, die sich auf der Liste der Medikamente mit Versorgungsengpässen befinden (www.drugshortage.ch / Stand 25.09.2019)

Eine Situation, die es so gar nicht gibt. So Berset und santésuisse. Gemäss ihnen haben nämlich die politischen Sparmassnahmen bei den Medikamenten, etwa der permanente Preisdruck auf die tiefpreisigen Medikamente, keinerlei Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit.

Eine Situation, die aber in Tat und Wahrheit alltäglich ist – hier und heute, bei uns, in der Schweiz! Man braucht keine Glaskugel, um zu erahnen was passieren wird, wenn nun der Bundesrat und die Politiker das Referenzpreissystem einführen. 3-min.info hat schon unzählige Male darüber berichtet.

Zurück zu Constella® und zu jenen, die unter den direkten Auswirkungen dieses Lieferengpasses leiden: die Patientinnen und Patienten. Als wären sie mit ihren Beschwerden nicht schon genug gestraft. Es muss für sie eine Alternative her, um die Zeit des Engpasses zu überbrücken. In der Schweiz gibt es kein wirkstoffgleiches Medikament. In Deutschland ist Linaclotidum erhätlich – und auch LIEFERBAR.

Wer jetzt denkt, dies sei des Problems Lösung, der irrt sich. Denn hier geht das Problem erst richtig weiter. Die Krankenkasse (im aktuellen Fall die KPT), will für die Kosten des Deutschen Alternativproduktes nicht aufkommen! Dafür muss der Patient nun selbst in die Tasche greifen. Und dies kommt ihn teuer zu stehen. Eine Kapsel Constella® kostet in der Schweiz im Einkauf CHF 1.88. In Deutschland kostet eine Kapsel CHF 2.43.

Aber auch das, eine Situation die es so gar nicht gibt. So Berset und santésuisse. Medikamente sind im Ausland immer viel günstiger. Sagen sie.

 

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https://3-min.info/2019/09/30/was-hat-das-reizwort-referenzpreissystem-mit-reizdarm-zu-tun/feed/ 0 11949
Eine Frage der Dosis https://3-min.info/2019/09/25/eine-frage-der-dosis/ https://3-min.info/2019/09/25/eine-frage-der-dosis/#respond Wed, 25 Sep 2019 07:20:31 +0000 https://www.3-min.info/?p=11927 In der Ausgabe Nr. 19 des Beobachters vom 13. September erschien ein Artikel von René Ammann über Medikamentenpreise und dass Ärzte und Apotheker den Spareffekt von Generika bremsen würden.

(Link zum Artikel)

 

Der IFAK Verein hat einen Leserbrief verfasst, welchen wir unseren Lesern hier gerne publizieren. Wir sind gespannt, ob der Leserbrief im Beobachter auch veröffentlicht wird.

 

Leserbrief

von Dr. Claus Hysek, Präsident IFAK Verein

 

Eine Frage der Dosis

Was wollen Sie mit diesem Artikel bezwecken? Er ist ein Potpourri von negativen Aussagen über Apotheker und Ärzte. Ein Rundumschlag, welcher nur Donnerwetter enthält, weit ab von professioneller Berichterstattung.  Was soll das?

 

In 30 Prozent des gesamten Artikels lassen Sie sich über die Pauschalen aus. Sie hinterfragen kein einziges Mal, weshalb diese eingeführt wurden und verlieren kein Wort darüber, dass mit diesen Pauschalen, durch die Abkoppelung des Apothekenertrags vom FAP, seit der Einführung bereits über eine Milliarde Franken Kosten eingespart wurde!

 

Dann philosophieren Sie in weiteren 30 Prozent des Artikels, dass die Kontrolle bei der Abgabe von Medikamenten notwendig und lebensrettend sei. Müsste diese Kontrolle Ihrer Meinung nach GRATIS gemacht werden? So klingt es jedenfalls aus Ihren Zeilen.

 

Ungefähr einen Fünftel Ihres Artikels widmen Sie der Marktkonzentration durch Ketten und der Migros. Dadurch sind die unabhängigen Apotheken auch auf dem Land in einem schwierigen Umfeld.

 

Fünf Prozent vergeuden Sie damit, über Fehlanreize zu sprechen. Wissen Sie, wie in der Schweiz die vom Staat vorgeschriebenen Medikamentenpreise berechnet werden? 56 Prozent der 185 Millionen Medikamentenpackungen, die jährlich verkauft werden, haben einen Fabrikabgabepreis unter 15 Franken! Diese verursachen gerade mal 7.7 Prozent der Medikamentenkosten. In dieser Preisklasse befinden sich die meisten Generika. Die Preisdifferenz zwischen einem Generikum und einem Originalpräparat wird ebenfalls vom Staat vorgegeben und beträgt 20 Prozent. Der Arzt oder der Apotheker verdient nur gerade 50 Rappen mehr, wenn er anstelle des Generikums ein Originalpräparat abgibt. Hier von einem Fehlanreiz zu sprechen, ist völlig fehl am Platz und entspricht in keiner Weise der Realität.

 

In den verbleibenden 15 Prozent Ihres Artikels erläutern Sie dann, wie Herr Berset Gegensteuer geben will. (Nebenbei – über die oben genannten Themen, die 85 Prozent Ihrer Kritik ausmachen, will und kann der Bundesrat keine Gegensteuer geben.) Was Sie über Generika und den Referenzpreis aussagen, entbehrt jeglichen Kommentar. Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie zukünftig anstelle Ihrer undifferenzierten Generalabrechnung die Zahlen und Facts auch einmal mit einer anderen, objektiveren Brille anschauen würden. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

 

 

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Gewinnmaximierung: Immer mehr Medikamente sind nicht lieferbar in der Schweiz https://3-min.info/2019/01/18/gewinnmaximierung-immer-mehr-medikamente-sind-nicht-lieferbar-in-der-schweiz/ https://3-min.info/2019/01/18/gewinnmaximierung-immer-mehr-medikamente-sind-nicht-lieferbar-in-der-schweiz/#respond Fri, 18 Jan 2019 08:46:38 +0000 https://www.3-min.info/?p=11567 Der Sparzwang im Gesundheitswesen gefährdet die Versorgungsicherheit in der Schweiz. Lieferengpässe bei Medikamenten sind erst der Anfang. Der IFAK Verein macht schon seit Jahren darauf aufmerksam. Jetzt ist die Lage so dramatisch, dass auch die Presse darüber berichtet.

«Das ist schlimm für Leute, die auf diese Medikamente angewiesen sind», schreibt ein Leserbriefschreiber im Blick. Er bezieht sich auf den Artikel des Vortages: Es fehlen so viele Medikamente wie noch nie. Die Lieferengpässe haben sich 2018 dramatisch verschärft.

Waren es anfangs des vergangenen Jahres noch rund 200 Medikamente, die in der Schweiz vorübergehend nicht lieferbar waren, sind es Ende Jahr bereits 500. Davon betroffen sind in erster Linie kostengünstige Arzneimittel für chronisch kranke Menschen.«Es rächt sich, wenn man die gesamte Medikamentenproduktion zur Gewinnmaximierung in Billiglohnländer auslagert», gibt eine andere Leserbriefschreiberin zu bedenken. Damit hat sie nicht unrecht. Denn was Arzneimittel betrifft, hängt die Schweiz und die westlichen Nationen längst am Tropf von billiger produzierenden Ländern.

Hauptgründe für die Lieferschwierigkeiten sind der steigende Kostendruck und die sinkenden Gewinnmargen. Entsprechend betreffen Lieferengpässe kaum teure Medikamente. Gewisse Firmen geben die Produktion einzelner günstiger Arzneimittel aufgrund der tiefen Rendite schlicht auf.

Sollte der Bundesrat – trotz scharfer Proteste während des Vernehmlassung-Verfahrens – Festpreise für Generika einführen, verschärft er damit das Problem der Lieferengpässe zusätzlich. Die Kostenoptimierer von santésuisse behaupten, das sei reine Angstmacherei. Aber wenn der Preis des billigsten Generikums als Referenzpreis festgesetzt wird, werden andere Produzenten aus Rentabilitätsgründen die Herstellung ihrer Medikamente einstellen. So sind die Gesetze der Marktwirtschaft. Die logische Folge für das Gesundheitssystem: noch mehr Lieferengpässe.

Ausbleibende Medikamente verursachen für die Spitäler und Apotheker unnötige Zusatzkosten. Deshalb kämpft der IFAK Verein gegen die geplanten Referenzpreise und kritisiert die zunehmende Globalisierung der Pharmabranche. Denn Beides gefährdet die Versorgungssicherheit und damit die Gesundheit eines jeden einzelnen von uns.

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