Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /var/www/vhosts/3-min.info/httpdocs/index.php:1) in /var/www/vhosts/3-min.info/httpdocs/wp_201802/wp-includes/feed-rss2.php on line 8 Qualität – Informiert im Gesundheitswesen https://3-min.info Aktuelle Themen im Gesundheitswesen auf kritische, aber akzentuiert kommentierte Art nähergebracht. Wed, 03 Apr 2019 09:16:43 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://www.3-min.info/wp_201802/wp-content/uploads/2018/03/icon.png Qualität – Informiert im Gesundheitswesen https://3-min.info 32 32 Gibt der Blick über den Gartenhag den Überblick über die Medikamente? https://3-min.info/2019/04/03/gibt-der-blick-ueber-den-gartenhag-den-ueberblick-ueber-die-medikamente/ https://3-min.info/2019/04/03/gibt-der-blick-ueber-den-gartenhag-den-ueberblick-ueber-die-medikamente/#respond Wed, 03 Apr 2019 09:16:43 +0000 https://www.3-min.info/?p=11700 Mitte März erschien in der NZZ ein Artikel zum Thema Polypharmazie (Link zum Artikel). Marjan van den Akker, Professorin für Multimedikation an der Goethe-Universität in Frankfurt, legt dar, dass Gesundheitsdienstleister bei polymorbiden Patienten und ihrer Medikation vor enormen Herausforderungen stehen. Die Niederländerin verfolgt den Ansatz, dass der Hausarzt, aufgrund des engen Kontakts zu den Patienten, einmal jährlich die komplette Medikamentenliste durchsieht und in Kollaboration und Kooperation mit einem Apotheker bespricht.

Die Patientensicherheit zu erhöhen und gleichzeitig eine effizientere und nachhaltigere Medikamentenabgabe zu koordinieren, ist ein gänzlich anderer Ansatz als die Gesundheitskosten durch die Senkung der Medikamentenpreise marginal zu beeinflussen. Gesundheitskosten durch die Reduktion von Doppeleinnahmen, Arzneimittelinteraktionen und Hospitalisierungen durch Polypharmazie abzubauen ist indes ein anspruchsvolleres Konzept, als Margen zu berechnen und diese anschliessend anzuprangern.

Es ist an der Zeit, in interprofessionelle Modelle zu investieren und die dafür benötigten Strukturen aufzubauen. Hausärzte, Spezialisten, selbstdispensierende Ärzte und Apotheker müssen ihr isoliertes Handeln aufgeben und den Kollegen aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen vertrauen, dass ihre Arbeit zum Wohle der Patienten wechselseitig begutachtet und verstanden wird. Die dringend benötigten neuen Strukturen erfordern das Bezwingen des noch immer vorherrschenden Kleingartendenkens.

Mit der Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD) besteht erstmals die Möglichkeit, dass allen Therapie-Beteiligten jederzeit und überall die vollständigen Informationen zur Verfügung stehen. Der reine Zugang zu Information trägt nicht automatisch zur Kostensenkung bei. Vielmehr kommt es darauf an, wer was aus den Informationen macht. Mit der Einführung des EPD ist es höchste Zeit, den Informations- und Wissensaustausch aller am Behandlungsprozess beteiligten Fachpersonen zu definieren. Es ist jetzt der richtige Moment, um interprofessionelle Prozesse neu zu zeichnen, Verantwortlichkeiten zu klären und alle Gesundheitsdienstleister auf ein gleiches technologisches Niveau zu bringen. Offensichtlich benötigt dieser Weg personelle und finanzielle Ressourcen, sprich Investitionen, bevor die Einsparungen durch Synergien möglich sind. Es ist nicht zielführend, den Apothekern mit Preissenkungen den Schritt in die interdisziplinäre Zukunft zu verbauen. Investitionen, die heute mit Weitsicht in die interprofessionelle Zusammenarbeit getätigt werden, zahlen sich erst in einigen Jahren aus. Kurzfristige prominent klingende Preissenkungen verkaufen sich offensichtlich politisch einfacher als eine Reform mit Zukunft.

 

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Was ist eine Behandlung im Spital wert? https://3-min.info/2019/02/11/was-ist-eine-behandlung-im-spital-wert/ https://3-min.info/2019/02/11/was-ist-eine-behandlung-im-spital-wert/#respond Mon, 11 Feb 2019 08:08:16 +0000 https://www.3-min.info/?p=11629 Christoph A. Meier kämpft gegen unnötige Operationen. Der ärztliche Direktor des Unispitals Basel hat deshalb das sogenannte Value Based Health Care eingeführt (Link). Dabei geht es darum, ein patientenzentriertes Vergütungsmodell zu schaffen. Neu soll der Wert einer Behandlung vergütet werden und nicht die Menge.

Meier fordert für das Schaffen in Spitälern: verbindliche Qualität, messbare Kontrolle und wenn das nicht hilft, Konsequenzen für die behandelnden Ärzte.

Dass die Krankenkassen kein Interesse für eine strikte Überprüfung des Nutzens einer Behandlung zeigen, erstaunt den Basler Professor. Es scheint aber leider so, dass Krankenkassen beim Thema Kostensenkung lieber mit populistischen Rundumschlägen gegen die Marge der Apotheker wettern, als auf zielführende Lösungsvorschläge einzugehen (Link zu Artikel in der BaZ).

Seit Jahren versucht pharmaSuisse mit santésuisse für alle akzeptable Lösungen zu finden. Aber es ist halt einfacher, populistische Millionenbeträge als Sparpotential in den Raum zustellen, als konstruktive Lösungen zu suchen.

Wie wäre es mit einer Einheitskasse? Dann bräuchte man santésuisse nicht mehr. Auch das spart sicher Geld.

 

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Billiger als Exit! https://3-min.info/2018/07/30/billiger-als-exit/ https://3-min.info/2018/07/30/billiger-als-exit/#respond Mon, 30 Jul 2018 09:24:44 +0000 https://www.3-min.info/?p=11128 Die Migros will den Medikamentenmarkt aufmischen. Sie hat sogar ein Wunschsortiment. Wir haben nichts gegen eine Förderung der Selbstmedikation, wenn diese von verantwortungsvollen Fachleuten begleitet wird und nicht im Selbstbedienungsladen erfolgt.

Hier ein Beispiel aus den USA:

Eine Packung von 140 Tabletten Aspirin 325mg wurde in einer Filiale von Dollar Tree zu $ 1.00 gekauft. Ja, Sie lesen richtig, es ist kein Schreibfehler: Ein Dollar!! Man kann das Produkt auch online kaufen, nur muss dann gleich ein Karton zu 24 Dosen à einen Dollar bezogen werden. Wahnsinnig, denn dies sind 1.09 Kilo reines Aspirin.

Zur Toxizität von Aspirin:

«Hohe Dosen, beispielsweise 10 g ASS beim Erwachsenen, können bereits zu einer lebensgefährlichen metabolischen Azidose (Übersäuerung) mit Atemlähmung und Bewusstlosigkeit führen. Ausserdem kann das Innenohr geschädigt werden, was sich in einem Hörverlust oder Tinnitus äussert. Auch Nierenschädigungen sind beschrieben worden.» «Die mittlere letale Dosis (LD50) bei oraler Aufnahme liegt bei Ratten bei 200 mg/kg Körpergewicht».

Mit einer Online-Bestellung kann man also problemlos ein paar tausend Ratten umbringen. Ein Dollar sollte auch für einen Menschen reichen. Medikamente dürfen keine Massenware werden, sondern der Umgang damit muss verantwortungsvoll geschehen und dies hat im Selbstbedienungsladen keine Berechtigung. Sparen am falschen Ort kann tödlich sein

Quelle: https://www.dollartree.com/Assured-Aspirin-140-ct-325-mg-Tablets/p330716/index.pro

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Geiz und Gier sorgen dafür, dass manche Medikamente nicht lieferbar sind https://3-min.info/2018/07/26/geiz-und-gier-sorgen-dafuer-dass-manche-medikamente-nicht-lieferbar-sind/ https://3-min.info/2018/07/26/geiz-und-gier-sorgen-dafuer-dass-manche-medikamente-nicht-lieferbar-sind/#respond Thu, 26 Jul 2018 12:27:21 +0000 https://www.3-min.info/?p=11123 Die Sonntagszeitung vom 22. Juli 2018 hat extensiv über die Problematik der Lieferengpässe von lebenswichtigen Medikamenten in der Schweiz berichtet. Wir erlauben uns den Teil der auf Seite 16 als „Standpunkt“ publiziert wurde hier wiederzugeben:

 

Geiz und Gier sorgen dafür, dass manche Medikamente nicht lieferbar sind

Martina Frei findet es skandalös, dass wegen der Versorgungslücken Menschen um ihre Gesundheit bangen müssen und Ärzte fatale Fehler machten. 

Wer auf Bienen- oder Wespengift schwer allergisch ist, bekommt in der Schweiz eine Fertigspritze für den Ernstfall. Das heisst: Er würde sie bekommen. Doch derzeit sind diese Adrenalinspritzen nicht erhältlich. Wer Glück hat, ergattert vielleicht noch eine für Erwachsene in Deutschland. Kinder gehen leer aus.

Die Schweiz hat ein Pflichtlager von 500 Tonnen Kaffee – aber Ärzte und Apotheker können zur Bienen- und Wespen-Hochsaison keine lebensrettenden Fertigspritzen abgeben. Das ist unglaublich.

Die Lieferung von Spritzen ist nur einer von vielen Lieferengpässen bei Medikamenten, die bei uns längst die Regel sind. Schuld daran sind meist Geiz und Gier. Wir wollen möglichst wenig zahlen. Also kosten etwa zwölf Beutel Dafalganpulver für Kinder 1.40 Franken. Rund 60 Rappen davon erhalten Apotheker und Grossist, 75 Rappen der Hersteller. Alle drei müssen dafür unzählige Vorschriften erfüllen, weil wir beste Qualität fordern. Das kann nicht aufgehen.

Auf der anderen Seite sind die Pharmafirmen. Bei teuren Medikamenten kommt es kaum zu Lieferproblemen. Bei billigen aber immer öfter, weil die Produktion auf wenige Fabriken konzentriert wurde, meist in Schwellenländern. Fehlende Produktionsreserven, starre Produktionspläne, zu kleiner Notvorrat tun ein Übriges.

Wegen Versorgungslücken sind Menschen gestorben, haben Ärzte fatale Fehler gemacht, haben Patienten vermehrt an Nebenwirkungen gelitten, mussten Ärzte entscheiden, wer vom wertvollen Restbestand bekommt und wer nicht.

Schweizer Patienten sind diesem globalen Dilemma ausgeliefert. Sie können nur einen kleinen Beitrag leisten: indem sie bloss die Medikamente beziehen, die sie auch wirklich nehmen wollen. Den Rest müssen Politiker, Behörden und Pharmafirmen erledigen. Was ist wichtiger: die Aktienkurse oder die Kranken?

Quelle: Sonntagszeitung vom 22.07.2018

 

Die Meinung von IFAK dazu:

Der Preisdruck der seit Jahren ohne Unterlass auf die Generika und die patentabgelaufenen Medikamente ausgeübt wird stammt hauptsächlich von zwei Akteuren:

  • Der Preisüberwacher (PUE): „Der diesjährige Preisvergleich zeigt die starke Überhöhung der Schweizer Preise einmal mehr deutlich auf. Die Resultate ähneln denjenigen der Auslandpreisvergleiche der letzten Jahre. Dies zeigt, dass bisher zu wenig gegen die zu hohen Schweizer Medikamentenpreise unternommen wurde.“
    Quelle: Auslandpreisvergleich von Generika und patentabgelaufenen Originalmedikamenten: Weiterhin stark überhöhte Schweizer Preise.
  • Santésuisse: „Die Preise sollen den tatsächlich vergüteten Preisen des Länderkorbs entsprechen (Einbezug von gesetzlichen Rabatten, erstatteten Preisen, Rabattverträge).“
    Quelle: Medienkonferenz vom 31. Mai 2018 Medikamenten-Auslandpreisvergleich 2017 (Frau Nold, Folie 29). 

Diese Forderungen gefährden die Medikamentenversorgung und damit das Leben des Patienten!

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Referenzpreissystem – Sparen am falschen Ort https://3-min.info/2018/07/10/referenzpreissystem-sparen-am-falschen-ort/ https://3-min.info/2018/07/10/referenzpreissystem-sparen-am-falschen-ort/#respond Tue, 10 Jul 2018 06:22:44 +0000 https://www.3-min.info/?p=11098 Die NZZ am Sonntag vom 19. Juni titelte: «Das Gesundheitssystem bereitet den Schweizern Sorgen – obwohl hohe Prämien breit akzeptiert sind.» Im Gesundheitsmonitor 2018 steht die Gesundheitspolitik mit Platz vier auf dem Sorgenbarometer weit vorne.

Keine Frage, es muss etwas geschehen. Das Festbetragssystem, das Alain Berset entgegen aller Einwände durchboxen will, ist jedoch ganz bestimmt keine Lösung. Die Schweizer fordern gemäss einer Umfrage des GfS nicht tiefere Prämien. Sie wollen einen umfassenden Leistungskatalog und die beste Medizin. Dazu gehören die freie Arztwahl und der Zugang zu neuen Medikamenten.  

Die Bevölkerung könnte aber bald den Zugang zu ganz alltäglichen Medikamenten verlieren, wenn es Berset, Stefan Meierhans und Co. gelingt, das Festpreissystem durchzudrücken. In Fachkreisen ist klar, dass diese Billigstpreisstrategie die Medikamentenversorgung gefährdet (Lieferengpässe sind bereits an der Tagesordnung) und die Qualität des Gesundheitssystems beschädigt, weil Patienten gezwungen werden, auf Billigstpräparate zu wechseln.

Und dieser massive Versorgungssicherheits- und Qualitätsverlust würde nicht einmal helfen, Kosten zu sparen!

Generika verursachen 11% der Medikamentenkosten bzw. minimale 1% der Gesamtkosten. Man muss kein Rechengenie sein, um auf einen Blick zu sehen, dass Einsparungen in diesem Bereich absolut nichts bringen. Im Gegenteil. Müssen Patienten auf Ausweichmedikamente umgestellt werden, kostet das ein Vielfaches an Arztbehandlungen. Und wenn Generika wegen staatlich verordneter, unverantwortlicher Billigstpreispolitik ganz vom Markt verschwinden (oder nur noch ein Monopolanbieter das Preismassaker überlebt hat und dann den Preis allein bestimmt), sind die Ausweichprodukte meistens einiges teurer. Dazu gibt es genügend Beispiele aus den USA.

Das Tiefstpreissystem lässt ausgerechnet jenen Bereich unberührt, der sowohl dem Gesundheitsminister als auch dem Preisüberwacher sehr viel Kopfzerbrechen bereiten müsste: die hochpreisigen Medikamente (ex-factory über CHF 880). Berechnet auf die Anzahl Packungen machen sie zwar nur 0,6% des SL-Marktes aus. Diese wenigen Packungen verschlingen aber 31% der Medikamentenkosten! Tendenz steigend. Der Hochpreisbereich ist seit 2005 um mehr als 558 Mio. Franken gewachsen, und er wird es weiter tun.

Haben Alain Berset und der Preisüberwacher hier eine Antwort? Nein, haben sie offensichtlich nicht. Die forschende Industrie unterstützt diese Vernebelungsaktion aus nachvollziehbaren Gründen. Sie schweigen bzw. lenken vom eigentlichen Problem ab, indem sie mit ihrem Tiefstpreissystem durchs Land tingeln.

Dabei gibt es reale Beispiele, was dieses Modell auslöst. In Schweden stieg der Anteil an Generika erst, nachdem das Referenzpreissystem abgeschafft wurde. In Finnland führte die Einführung des Festbetragssystems zu einer zusätzlichen Mengenausdehnung. Auch in anderen Ländern zeigt sich, dass das Billigstpreissystem die Generikaquote tief hält. Länder ohne Referenzpreissystem dagegen verzeichnen eine hohe Generikaquote, welche die Kosten auch senken würde ohne die Strukturen zu zerstören.

Der IFAK Verein ist bereit, Unterschriften zu sammeln und sich aktiv gegen die Einführung des Referenzpreissystems einsetzen. Die Schweizer Bevölkerung will keine Billigstmedizin, sondern Versorgungssicherheit, Qualität und Wahlfreiheit!

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HIV-Selbsttests – und plötzlich sind sie zugelassen! https://3-min.info/2018/07/04/hiv-selbsttests-und-ploetzlich-sind-sie-zugelassen/ https://3-min.info/2018/07/04/hiv-selbsttests-und-ploetzlich-sind-sie-zugelassen/#respond Wed, 04 Jul 2018 13:57:01 +0000 https://www.3-min.info/?p=11086 In der Schweiz durften HIV-Tests bis anhin nur in einem professionellen Umfeld, also beim Arzt oder in einem Spital, durchgeführt werden. Und dann plötzlich kommt am 18. Juni aus heiterem Himmel die Medienmitteilung des BAG: «Ab dem 19. Juni dürfen HIV-Tests zur Eigenanwendung, sogenannte HIV-Selbsttests, verkauft werden.»

Die Fachwelt staunt. Niemand vom BAG hielt es für nötig, sie vorab zu informieren und sie in die Vorbereitung zur konkreten Umsetzung einzubeziehen. Ein HIV-Selbsttest ist ja schliesslich kein harmloser Vorsorgetest. Er setzt eine ausführliche Instruktion des Anwenders voraus, und ein positiver Test ist ja auch ein bisschen einschneidender als ein grenzwertiger Cholesterinwert.

Das sieht man in den Amtsstuben des BAG offenbar seit neuestem anders. Daniel Koch, Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten des BAG, meint lapidar, der HIV-Test sei «vergleichbar mit dem Verkauf eines Schwangerschaftstests». Von den Argumenten für das bisherige Verbot, den HIV-Tests zur Eigenanwendung zu verkaufen, will man beim BAG nichts mehr wissen. Der Vorbehalt, dass die Qualität der Diagnose, Beratung und Therapie einer so schwerwiegenden Infektionskrankheit nicht erfüllt sei, wenn jedermann den Test zu Hause machen könne – das war beim BAG gestern.

Interessant ist auch die Begründung, warum die Fachwelt nicht einbezogen wurde. Man sei «der strikten Geheimhaltung verpflichtet» gewesen, «weil sämtliche im Wettbewerb stehenden Abgabestellen gleichbehandelt werden müssten». Aha. Das heisst dann wohl im Klartext, vorgesehene Verkaufsstellen wie Migros, Coop und Kioskbetreiber hätten fachlich nichts zum HIV-Test beitragen können, und deshalb durften auch Apotheker und Ärzte nichts dazu sagen. Interessantes Argument!

Auch der Vergleich mit dem Schwangerschaftstest ist reichlich unpassend. Ein positiver Schwangerschaftstest ist eine andere Sache als ein positiver HIV-Test. Der Einbezug von Fachpersonen wäre bei einem so schwerwiegenden und einschneidenden Befund wie HIV nach wie vor angebracht.

Wie sich der Schnellschuss des BAG auswirken wird, wird sich zeigen. Bei Migros, Coop et al. wird sich der HIV-Test wahrscheinlich nicht als Renner entpuppen. Wer befürchtet, sich angesteckt zu haben, hat kaum das Bedürfnis, sich mit einem solchen Test im Einkaufswagen an die Kasse zu stellen. Und die Apotheker werden die Qualität der angebotenen Tests genau unter die Lupe nehmen, bevor sie sie verkaufen, denn sie sind sich ihrer Verantwortung und der Auswirkungen für die Anwender bewusst, die solche Tests mit sich bringen.

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Billigstpreispolitik von Preisüberwacher, Santésuisse und Gesundheitsminister setzt Leben aufs Spiel! https://3-min.info/2018/06/25/billigstpreispolitik-von-preisueberwacher-santesuisse-und-gesundheitsminister-setzt-leben-aufs-spiel/ https://3-min.info/2018/06/25/billigstpreispolitik-von-preisueberwacher-santesuisse-und-gesundheitsminister-setzt-leben-aufs-spiel/#respond Mon, 25 Jun 2018 08:58:15 +0000 https://www.3-min.info/?p=11078 Derzeit sind in der Schweiz 352 Medikamente nicht lieferbar. Das ist ein neuer Rekord, und er wird sicherlich in absehbarer Zeit gebrochen. Grund dafür ist nicht zuletzt die Billigstpreispolitik, die der Preisüberwacher, Santésuisse und sogar der Gesundheitsminister – der ja eigentlich für eine sichere Medikamentenversorgung einstehen müsste – der Bevölkerung mantramässig eintrichtern. Dass sie damit eine fatale Entwicklung fördern, wollen sie nicht wahrhaben. Sie beharren auf ihren schlagzeilenträchtigen einfachen Argumenten.

IFAK und 3-min.info weisen schon seit Jahren darauf hin, dass der staatliche Preisdruck unverantwortlich ist, weil dadurch die Wirtschaftlichkeit tiefpreisiger Medikamente – und dazu gehören fast zwei Drittel der Packungen, die über die obligatorische Krankenkasse abgerechnet werden! – untergraben wird. Medikamente verschwinden vom Markt, und es gibt immer mehr Wirkstoffe nur noch von einem einzigen Hersteller. Fällt dieser aus, muss bei Tausenden von Patienten die Therapie angepasst werden. Sie müssen auf andere Wirkstoffe umstellen, was eine enge medizinische und pharmazeutische Begleitung mit einer Vielzahl von zusätzlichen Arztbesuchen und grossem Recherchenaufwand bei den Apothekern bedingt. Ganz abgesehen von der hohen Verunsicherung, die solche durch Lieferlücken provozierte Therapieänderungen bei den Patienten verursacht!

«Spitäler schlagen Alarm» heisst es in der Schweiz am Wochenende vom 17. Juni. In einem breit angelegten Artikel werden die Hintergründe der Engpässe aufgezeigt. Kompliment dem Journalisten, der sich offensichtlich mit dem Thema auseinandergesetzt hat! Auch er kommt zum Schluss, dass der Ursprung der Lieferengpässe in vielen Fällen bei der ungenügenden Rentabilität durch den massiven staatlichen Preisdruck zu suchen ist.

Als weiteren Faktor nennt er Naturkatastrophen. Hurrikan Maria zum Beispiel hinterliess vergangenen September auf der Karibikinsel Puerto Rico grosse Schäden. So auch an den dort angesiedelten rund 50 Pharmawerken. Sie konnten nicht mehr produzieren, es kam zu einschneidenden Versorgungslücken in den USA. Ähnliches passierte 2016, als in China ein Werk explodierte, das als einziges auf der ganzen Welt ein bestimmtes Antibiotikum herstellt. Es belieferte zwar mehrere Pharmafirmen, aber das nützt wenig, wenn sie alle auf einen einzigen Hersteller angewiesen sind. Die Auswirkungen waren auch in der Schweiz spürbar.

Naturkatastrophen sind jedoch nur vordergründig ein zusätzlicher Grund für Lieferengpässe. Warum wohl gibt es für immer mehr Wirkstoffe weltweit nur noch ein einziges Werk, und warum wohl stehen diese Werke in Ländern mit tiefen Lohnkosten? Weil die Produktion nur noch so einigermassen wirtschaftlich aufrecht erhalten werden kann.

Und was macht der Bund? Er stockt Pflichtlager auf und zwingt die Pharmafirmen, Listen von Medikamenten, deren Lieferung gefährdet sein könnte, zu führen. Einmal mehr wird das Pferd am Schwanz aufgezäumt. Wie sinnvoll Pflichtlager sind, wissen wir spätestens seit der Vogel- und Schweinegrippepanik, als der Bund Tamiflu und Grippeimpfstoff bunkerte, die zwei Jahre später, weil abgelaufen, zum millionenteuren Abfall wurden! Hören wir auf mit dieser nutzlosen Bürokratie! Schluss mit der Billigstpreispolitik! Diese kurzsichtige Politik gefährdet die Gesundheit der Patienten und provoziert Millionen an zusätzlichen Kosten durch Therapieumstellungen, aufwendige Recherchen und erzwungene Wechsel auf andere, meist teurere Medikamente.

Medikamente müssen einen fairen Preis haben, dann klappt es auch mit der Versorgungssicherheit. Es ist unsinnig und verantwortungslos, bei den tiefpreisigen Medikamenten weiterhin auf den Preis zu drücken. 63,8% aller den Krankenkassen belasteten Medikamentenpackungen kosten weniger als 15.00 Franken. Ihr Durchschnittspreis liegt bei 5 Franken 60 (!) und sie machen nur gerade 10,2% der gesamten Kosten aus! Und ausgerechnet da wollen Preisüberwacher, Santésuisse und der Gesundheitsminister die Preise weiter nach unten drücken.

Der Tiefstpreiswahnsinn ist eine billige populistische PR-Masche. Es wäre schön, wenn die Erkenntnis, dass Tiefstpreise Lieferengpässe und Lieferausfälle fördern und dadurch Menschenleben aufs Spiel gesetzt werden, sich endlich durchsetzen würde. Wenn die Damen und Herren schon bei den Medikamentenpreisen bleiben wollen, dann sollten sie dort ansetzen, wo die Pharmaindustrie zunehmend hemmungslos zugreift: bei den «seltenen Krankheiten», deren Behandlung für jeden einzelnen Fall hohe sechsstellige Beträge kostet. 0.1% der Packungen in diesem Bereich verschlingen schon heute 12.8% der Medikamentenkosten. Tendenz steigend!

https://www.schweizamwochenende.ch/  

22. Juni 2018

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https://3-min.info/2018/06/25/billigstpreispolitik-von-preisueberwacher-santesuisse-und-gesundheitsminister-setzt-leben-aufs-spiel/feed/ 0 11078
Haben die alle nur noch einen Taschenrechner im Kopf, oder was? https://3-min.info/2018/05/02/haben-die-alle-nur-noch-einen-taschenrechner-im-kopf-oder-was/ https://3-min.info/2018/05/02/haben-die-alle-nur-noch-einen-taschenrechner-im-kopf-oder-was/#respond Wed, 02 May 2018 08:56:57 +0000 https://www.3-min.info/3min/?p=10050 Konsumentenschützer sollten sich – wie es der Name sagt – für die Konsumenten einsetzen. Schaut man ihre Bemühungen im Bereich Medikamente an, gewinnt man allerdings den Eindruck, dass ihr Denkmodell nicht über den Taschenrechner hinausreicht. Am 26. April veröffentlichte die SKS auf ihrer Website einen Aufruf, sich eine Apotheke zu suchen, die auf die Taxen für Medikamenten-Check und Bezugs-Check verzichten. Und noch schlimmer: Sie sollen sogar auf die Führung eines Patientendossiers verzichten! Es folgt eine Liste von 153 Apotheken, die angeblich keine Taxen verlangen.

Dieser Aufruf löste einige Reaktionen aus. Auch bei der Redaktion von 3-min.info.

Die LOA-Taxen basieren auf vertraglich festgelegten Vereinbarungen. Apotheker sind Leistungserbringer mit Pflichten. Oberstes Gebot ist die Medikamentensicherheit. Diese kann der Apotheker nur dann gewährleisten, wenn er die Abgabe von Medikamenten dokumentiert. Die Führung eines Patientendossiers und die regelmässige Überprüfung von Dosierung, Anwendung, Therapiedauer, Therapietreue (Compliance) und weiteren für die Medikamentensicherheit und den Erfolg der Medikamententherapie relevanten Faktoren sind nicht einfach Mittel zur Generierung von Taxen, wie das der Konsumentenschutz unterstellt. Die Begleitung jeglicher Medikation durch den Apotheker ist das A und O der Patientensicherheit!

Es ist verantwortungslos, wenn der Konsumentenschutz dazu aufruft, die Beratung und Begleitung durch den Apotheker abzulehnen, um keine Taxen bezahlen zu müssen. Kommt hinzu, dass bei der Verrechnung zulasten der Krankenkassen die Preise gemäss Spezialitätenliste angewendet werden. Das sind vereinbarte Tarife zur Abgeltung der Leistungen des Apothekers.

Wie glaubwürdig die Liste der Apotheken, die laut SFS keine Taxen verlangen, ist, kann die Redaktion von 3-min.info nicht überprüfen. Fakt ist, dass in der Schweiz rund 1600 von den insgesamt mehr als 1700 Apotheken Taxen verrechnen, weil sie ihren Leistungsauftrag ernst nehmen. Dass sie dafür eine bescheidene Taxe verlangen dürfen, sollte auch den Konsumentenschützern klar sein. Eine Organisation, die vom Staat subventioniert wird und vorgibt, die Konsumenten zu schützen, aber dazu aufruft, vom Bund genehmigte und getragene Verträge zu unterlaufen, handelt verantwortungslos und opfert die Medikamentensicherheit!

Medikamente: In diesen Apotheken können Sie sparen

http://www.pharmasuisse.org/de/1209/patientensicherheit.htm

http://www.pharmasuisse.org/de/1701/Medikamente-und-Preise.htm 

2. Mai 2018

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https://3-min.info/2018/05/02/haben-die-alle-nur-noch-einen-taschenrechner-im-kopf-oder-was/feed/ 0 10584
Qualitätsmanagement statt Rabattklaubereien https://3-min.info/2018/04/24/qualitaetsmanagement-statt-rabattklaubereien/ https://3-min.info/2018/04/24/qualitaetsmanagement-statt-rabattklaubereien/#respond Tue, 24 Apr 2018 10:31:13 +0000 https://www.3-min.info/3min/?p=10042 «Weniger Spitäler! Weniger Kassen! Mehr Kontrolle!» Diese Schlagzeile steht in fetten Lettern im Blick vom 18. April über einem Interview mit Gesundheitsökonom Heinz Locher. Das Volk müsse das Kartell aus Bund, Kantonen und Krankenkassen entmachten, fordert er und bemängelt, dass es den Krankenkassen an gesundheitsokonömischem Wissen fehle. Dieser Mangel sowie Bequemlichkeit führe dazu, dass die Kassen keine Gesundheitspolitik machten, sondern sich als reine Zahlstelle aufführten. Das sei blamabel. Vom Bund fordert Locher mehr Qualitätskontrolle.

Bemerkenswert an diesem Zeitungsartikel ist, dass für einmal nicht nur auf den Medikamentenpreisen herumgehackt wird.

Blamabel ist der Auftritt der Krankenkassen tatsächlich. Deren Bosse kassieren zwar Saläre wie Manager von grösseren Unternehmen, legen aber einen ausgesprochen mageren Leistungsausweis vor. Allen voran die Chefin von Santésuisse, die bei öffentlichen Auftritten dem Publikum zu verstehen gibt, dass sie nicht interessiert zu sein scheint an einer ernsthaften Bemühung um Verbesserungen. Ihr Repertoire beschränkt sich auf die Präsentation von zweifelhaften Studien mit hanebüchenen Auslandpreisvergleichen und aus der Luft gegriffenen dreistelligen Millionenbeträgen als angebliche Sparmöglichkeiten.

Dabei wäre ein griffiges Qualitätsmanagement wichtig für das gesamte Gesundheitswesen, aber dazu braucht es Kompetenz. Diese könnte man sich gemeinsam mit den Partnern holen. Stattdessen wird immer noch wenig von Qualitätsmanagement geredet, sondern nur von Rabatten.

Noch mehr gefördert werden sollten zum Beispiel die bereits an etlichen Orten existieren Qualitätszirkel zwischen Ärzten und Apothekern. Und es braucht Pilotprojekte zur weiteren Qualitätsverbesserung und zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Leistungserbringern. Doch ausgerechnet da sind die Krankenkassen ausgesprochen geizig, obwohl für solche Projekte ein Fonds besteht. Es wird immer noch blockiert und die vorhandenen Gelder werden nicht gesprochen. Auch Studien zu innovativen Projekten zum Gesundheitsmanagement und zur Verbesserung der Betreuung der Patienten werden immer wieder torpediert. Diese Haltung ist unverständlich und zeugt vom mangelnden Willen und wohl von auch mangelnder Sachkenntnis bei den Kassenwarten. Sie machen lieber Werbung für den unsäglichen Postversand von Medikamenten und fördern damit den unkontrollierten (keinerlei Beratung durch eine Fachperson) und übermässigen Konsum (Kickbacks der Versandhändler an die verschreibenden Ärzte) von Arzneimitteln.

Verantwortung gegenüber den Versicherten sieht anders aus. Wenn sie von den Kassenwarten nicht wahrgenommen wird, können wir uns deren Saläre sparen. Rechnungen kontrollieren kann man auch in Kalkutta. Dort ist es billiger.

https://www.blick.ch/news/wirtschaft/heinz-locher-praemienzahler-sind-opfer-einer-falschen-gesundheitspolitik-id8266716.html

24. April 2018

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pharmaDavos weiterhin auf Erfolgskurs https://3-min.info/2018/02/21/pharmadavos-weiterhin-auf-erfolgskurs-2/ https://3-min.info/2018/02/21/pharmadavos-weiterhin-auf-erfolgskurs-2/#respond Wed, 21 Feb 2018 10:29:48 +0000 https://www.3-min.info/3min/?p=9999 Am 16. Februar endete die vierte Ausgabe von pharmaDavos. Mehr als 400 angehende oder praktizierende Apotheker hatten am breiten Weiterbildungsangebot dieses Pharmaziekongresses teilgenommen. Die Woche war geprägt von aktuellen Vortragsthemen und Workshops, gesellschaftlichen Anlässen und ungezwungenem Zusammensein.

Beim Welcome Apéro im Kongresszentrum Davos hielt Heinz Brand, Präsident des Krankenkassenverbandes Santésuisse eine Gastrede. Er freue sich, dass die Schweizer Apothekerschaft Davos treu geblieben sei, sagte er. Davos habe in den letzten Jahren viel in den Kongresstourismus investiert. Zur Rolle der Apotheker sagte er: «Das gesamte Gesundheitswesen wird sich neu erfinden müssen, da die Kosten nicht mehr tragbar sind. In Ambulatorien und Notfallstationen laufen die Kosten aus dem Ruder. Apothekerinnen und Apotheker werden hier in Zukunft eine wichtige Rolle übernehmen, um Hausärzte und Notfallstationen zu entlasten und sich selber als kostengünstige Grundversorger zu etablieren.»

Die Apotheker werden ihn beim Wort nehmen. Heinz Brands Santésuisse operiert nämlich nach wie vor mit völlig unrealistischen Zahlen bezüglich angeblichem Sparpotential bei den Medikamenten aus der Apotheke und schreckt nicht davor zurück, mit willkürlich zurechtgezimmerten «Studien» den Medien und der Bevölkerung zweifelhafte Informationen betreffend Medikamentenpreise und Vergleich mit dem Ausland vorzulegen.

In Davos zeigten die Apotheker eindrücklich, dass sie der Rolle, die sie zur Entlastung von Hausärzten und Notfallstellen übernehmen können (und hoffentlich für ihre Leistungen auch eine faire Abgeltung erhalten!), gerecht werden. Das Kongressprogramm enthielt auch dieses Jahr Weiterbildung auf höchstem Niveau. Themen wie «Kind von Kopf bis Fuss», «Da kriegen Ihre Augen etwas auf die Ohren» oder «HIV und Hepatitis C» wurden geboten. Neu wurden diese Themen in zusätzlichen Referaten auch aus Sicht der Komplementärmedizin betrachtet. «Dass die Apotheke die erste Anlaufstelle für jegliche Gesundheitsbeschwerden sein kann, ist vielen nicht bewusst», erklärt Dominique Bätscher, Verantwortliche für das wissenschaftliche Programm. «Wir Apotheker werden oft nur auf die Abgabe von Medikamenten auf Rezept reduziert, wir haben aber ein 5 Jahre dauerndes Universitätsstudium absolviert und sind deshalb Gesundheitsexperten für viele Themen. In Zukunft werden auch immer mehr Apotheken Impfungen anbieten. Einen Teil der umfangreichen Aus- und Weiterbildung dafür bieten wir an unserem Kongress an», führte sie gegenüber der Davoser Zeitung aus.

Hans Ruppanner, welcher das siebenköpfige Organisationskomitee seit der ersten Stunde präsidiert, hob die Bedeutung der Netzwerkpflege hervor: «Netzwerkplattformen wie pharmaDavos scheinen in unserer Branche nach wie vor ein grosses Bedürfnis zu sein. Es geht hier nicht nur um die Weiterbildung. In Zeiten des Umbruchs, wie sie die Pharmaindustrie seit mehreren Jahren erlebt, ist es wichtig, sich auszutauschen, um gemeinsam die Zukunft mitzugestalten.» Besonders stolz ist Hans Ruppanner, dass dieses Jahr auch rund 40 Jungapotheker, die ihr Studium in den letzten drei Jahren abgeschlossen haben, und 80 Studenten der Uni Basel begrüssen konnte: «Wir wollen unseren Nachwuchs früh integrieren und den Austausch zwischen allen Generationen fördern.»

Der nächste pharmaDavos Weiterbildungskongress findet vom 10. bis 15. Februar 2019 statt. Dann kann bereits das 5-Jahre-Jubiläum gefeiert werden. Super Sache!

www.pharmadavos.ch

21. Februar 2018

 

 

 

 

 

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