Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /var/www/vhosts/3-min.info/httpdocs/index.php:1) in /var/www/vhosts/3-min.info/httpdocs/wp_201802/wp-includes/feed-rss2.php on line 8 Reisemedizin – Informiert im Gesundheitswesen https://3-min.info Aktuelle Themen im Gesundheitswesen auf kritische, aber akzentuiert kommentierte Art nähergebracht. Thu, 31 May 2018 15:43:24 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://www.3-min.info/wp_201802/wp-content/uploads/2018/03/icon.png Reisemedizin – Informiert im Gesundheitswesen https://3-min.info 32 32 Solothurn erlaubt Impfen in der Apotheke neu ohne Rezept https://3-min.info/2015/11/05/solothurn-erlaubt-impfen-in-der-apotheke-neu-ohne-rezept/ https://3-min.info/2015/11/05/solothurn-erlaubt-impfen-in-der-apotheke-neu-ohne-rezept/#respond Thu, 05 Nov 2015 10:26:29 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=9327 Fotolia_58160972_XSSolothurner Apotheker dürfen bereits seit 2012 impfen. Dies bisher jedoch nur unter der Bedingung, dass sie über den entsprechenden Fähigkeitsausweis FPH verfügen und ein ärztliches Rezept vorlag. Neu fällt die Rezeptpflicht weg. Apotheker mit Fähigkeitsausweis FPH für Impfen und venöse Blutentnahme brauchen für die Dienstleistung lediglich einen separaten Raum, eine Liege und einen Adrenalin-Pen für Notfälle. Vom Gesundheitsamt validierte Checklisten geben das Vorgehen vor. Bis jetzt haben sich im Kanton Solothurn fünf Apotheken für die Impfung in der Apotheke qualifiziert. Ihr erster Grosseinsatz wird sicherlich die Grippeimpfung sein.

Ebenfalls erlaubt ist das Impfen in der Apotheke in den Kantonen Freiburg, Neuenburg und Zürich. Im Kanton Bern läuft ein Pilotprojekt mit der Grippeimpfung. Pharmasuisse hat zum Thema Impfen in der Apotheke ein neues Internetportal geschaffen. Unter impfapotheke.ch kann für jeden Kanton abgerufen werden, ob und unter welchen Voraussetzungen in den Apotheken geimpft werden darf.

www.impfapotheke.ch

5. November 2015

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Buchtipps fürs Sommerloch https://3-min.info/2015/08/04/buchtipps-fuers-sommerloch/ https://3-min.info/2015/08/04/buchtipps-fuers-sommerloch/#respond Tue, 04 Aug 2015 09:39:57 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=9225 BooksWas für ein Sommer! Reihenweise tropische Sonnentage, alles döst in südlichem Dolcefarniente vor sich hin. Nur noch ein paar Unentwegte joggen noch durchs Gelände oder keuchen auf dem Velo stotzige Strassen hinauf. Alle anderen hauen sich mit einem Drink in den Liegestuhl. Einzige ernsthafte Tätigkeit ist das gelegentliche Wenden der Grillwurst, sofern man nicht auch dies dem Personal der Badi überlässt. Langer Rede kurzer Sinn: Lesen Sie doch wieder mal ein Buch. Hier ein paar Tipps.

«Ismaels Orangen» von Claire Hajaja erzählt die Geschichte von Salim, Sohn eines palästinensischen Orangenzüchters, den der Krieg aus seiner Heimat vertreibt, und Judith, Tochter eines Überlebenden des Holocaust, die sich in London kennenlernen, ineinander verlieben und fest entschlossen sind, trotz ihrer gegensätzlichen Herkunft zu heiraten. Die Politik soll ihre Leben nicht beeinflussen. Anfangs geht alles gut. Doch die eigenen Wurzeln, familiäre Bindungen und persönliche Sehnsüchte lassen sich nicht so einfach verdrängen. Lesenswertes Buch für alle, die an kulturellen Unterschieden interessiert sind, weil es beide Seiten, die jüdische und die palästinensische, auf einfühlsame Weise beschreibt.

«Tatverdacht» von Petra Ivanov handelt von einem Swisscoy-Soldaten im Kosovo, der beschuldigt wird, eine Einheimische vergewaltigt zu haben. Dass der Tatverdächtige beharrlich schweigt und merkwürdigerweise alles daran setzt, aus der Schweizer Haft so schnell wie möglich zurück in den Kosovo zu kommen, macht die Ermittlungen schwierig. Ein spannender Krimi der Zürcher Autorin, die sich mit ihren gut recherchierten Geschichten einen Namen gemacht hat. Besonderer Reiz der Krimis ist der Bezug zur Stadt Zürich.

«Der Fall Mollath» ist ein Buch für alle, die auch beim Chillen etwas aus dem wahren Leben lesen möchten. Der Verteidiger Gerhard Strate beschreibt den Fall seines Mandanten Gustl Mollath, der in Deutschland sieben Jahre lang in psychiatrischer Verwahrung festgehalten wurde, ohne Urteil! 2014 kam Gustl Mollath frei, freigesprochen von allen Anklagen, sein Leben jedoch ist zerstört. Die Schilderung vom «Versagen der Justiz und Psychiatrie», so der Untertitel des Buches, geht unter die Haut. Ähnlich ungute Gefühle kommen aktuell in der Schweiz auch angesichts der Verfügungsgewalt der KESB auf.

4. August 2015

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Impfen in der Apotheke soll auch in Graubünden möglich werden https://3-min.info/2015/06/30/impfen-in-der-apotheke-soll-auch-in-graubuenden-moeglich-werden/ https://3-min.info/2015/06/30/impfen-in-der-apotheke-soll-auch-in-graubuenden-moeglich-werden/#respond Tue, 30 Jun 2015 11:11:41 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=9185 Fotolia_44610418_XSWas im Kanton Zürich ab September Realität wird, stösst auch in anderen Kantonen auf Resonanz: das rezeptfreie Impfen in der Apotheke. Im Kanton Graubünden hat die FDP-Grossrätin Angela Casanova-Maron einen Vorstoss eingereicht, dass das Impfen auch den Bündner Apothekern erlaubt werden soll. Die Apotheker sind bereit dazu, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass dies ohne ärztliches Rezept möglich ist. Andernfalls wird das Impfen zu aufwendig und verfehlt den Zweck der einfachen Impfmöglichkeit für gesunde Erwachsene. Von der Ärztegesellschaft kommt offenbar keine grundsätzliche Ablehnung. Zu einer expliziten Befürwortung kann man sich dort allerdings auch nicht aufraffen. Fakt ist, dass die Leistungserbringer zusammenarbeiten müssen. Das gilt auch für die Ärzte. Ebenfalls Fakt ist, dass die Apotheker mit ihrer universitären Ausbildung als Medikamentenfachmann dafür prädestiniert sind, die Medikamentenversorgung sicher und effizient zu gewährleisten und im Dienste der Prävention tätig zu sein. Schön, dass diese Erkenntnis bei etlichen Politikern allmählich zu reifen beginnt.

30. Juni 2015

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Medikamente zu vermieten ist verantwortungslos https://3-min.info/2015/06/30/medikamente-zu-vermieten-ist-verantwortungslos/ https://3-min.info/2015/06/30/medikamente-zu-vermieten-ist-verantwortungslos/#respond Tue, 30 Jun 2015 11:05:09 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=9179 Fotolia_63258065_XSDer Sonntags-Blick vom 28. Juni veröffentlichte in einer Sonderbeilage einen Bericht zum Thema «Reisen mit Medis». Darin wurden nützliche Tipps gegeben, wie zum Beispiel Medikamente in ausreichender Menge von zu Hause mitzunehmen, sie im Handgepäck zu behalten, eine Rezeptkopie mitzunehmen etc. Auch der Hinweis, dass manche Länder gewisse Schmerzmittel und Psychopharmaka als Drogen behandeln und man sich damit Unannehmlichkeiten einhandeln kann, ist wertvoll. Aber dann kommt’s: In einem Kasten hiess es «Clevere Idee: Medikamente zum Mieten». Da wird Apotheker Enrik Hippmann aus Rorschach zitiert, der seinen Kunden Medikamente für die Reise einschweisst und für einen Franken Miete pro Tag mitgibt. Ungeöffnete Packungen können am Ende der Reise zurückgegeben werden, lediglich angebrochene Packungen werden verrechnet.

Was für ein unverantwortliches Angebot! Seit 1. Juli müssen im ganzen EU-Raum und in der Schweiz sämtliche Lieferfahrzeuge für Medikamententransporte klimatisiert sein. In der Apotheke gelten strenge Regeln für die Abgabe von Medikamenten. Die pharmazeutische Sorgfaltspflicht schliesst auch ein, dass kein verantwortungsbewusster Apotheker Medikamente zurücknimmt, um sie wieder zu verkaufen. Und dann geht ein Apotheker hin und vermietet Medikamente für Ferienreisen. Unterwegs werden die Produkte in brütend heissen Autos, in überhitzten Stauräumen von Bussen und im flirrenden UV-Licht am Strand praktisch gekocht, nach zwei bis drei Wochen, nachdem sie womöglich zu Hause weitere Tage im Bad oder in der Küche herumlagen, endlich zurückgebracht und dem nächsten Kunden vermietet. Das ist verantwortungslos und gefährlich. Der Journalist, der den Artikel geschrieben hat, mag die «Dienstleistung» als «clevere Idee» anpreisen. Vielleicht sollte er sich auch mal fragen, wie begeistert er von dieser Idee noch ist, wenn er der dritte oder vierte «Mieter» eines Medikaments ist und es in seinen Ferien plötzlich dringend braucht.

Falls es tatsächlich Apotheken geben sollte, die eine solche «Dienstleistung» anbieten, sei allen Konsumenten dringend geraten, einen weiten Bogen um diese Abgabestellen zu machen! Verantwortungsbewusste Apotheker tun so etwas nicht.

30. Juni 2015

Foto © Lena Fotolia

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