Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /var/www/vhosts/3-min.info/httpdocs/index.php:1) in /var/www/vhosts/3-min.info/httpdocs/wp_201802/wp-includes/feed-rss2.php on line 8 Santésuisse; Studie; Ländervergleich; Marge; Mehrwertsteuer – Informiert im Gesundheitswesen https://3-min.info Aktuelle Themen im Gesundheitswesen auf kritische, aber akzentuiert kommentierte Art nähergebracht. Thu, 20 Jun 2019 08:45:33 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://www.3-min.info/wp_201802/wp-content/uploads/2018/03/icon.png Santésuisse; Studie; Ländervergleich; Marge; Mehrwertsteuer – Informiert im Gesundheitswesen https://3-min.info 32 32 Die stümperhaften Analysen von santésuisse https://3-min.info/2019/06/20/die-stuemperhaften-analysen-von-santesuisse/ https://3-min.info/2019/06/20/die-stuemperhaften-analysen-von-santesuisse/#respond Thu, 20 Jun 2019 08:45:33 +0000 https://www.3-min.info/?p=11811 santésuisse präsentiert diese Woche an der Medienkonferenz ihre hausgemachte Prognose für die Entwicklung der Gesundheitskosten: «Atempause für Prämienzahler zu Ende – ohne Gegensteuer droht ein Kostenschub», heisst es da.

 

Die Aussage von Verena Nold, Direktorin von santésuisse, lässt einem aber wahrhaftig den Atem stocken. Sie lässt verlauten, dass «…Luft aus dem System genommen werden müsse, damit die neuen Therapien (mit den exorbitant hohen Preisen) finanziert werden können…».

 

Wie das gehen soll? Da lässt sich santésuisse nichts Neues einfallen, die alte Suppe wird jedes Jahr wieder neu serviert.

 

Die Generika, welche mit elf Prozent der Medikamentenkosten in die Bücher schlagen und von den Gesamtkosten gerademal ein Prozent verursachen, sollen also noch billiger werden. Das ist absolut der falsche Weg. Man kann diese hochpreisigen Medikamente und die Generika nicht in den gleichen Topf werfen und quersubventionieren. Das wäre, wie wenn man sagen würde: «Wir müssen Luxusspitäler mit Luxusbetten finanzieren, dafür reduzieren wir die Löhne des Pflegpersonals.» Vielmehr braucht es neue Modelle, neue Ideen.

 

santésuisse jongliert mit Prozenten, um Wolken am Horizont aufzuspüren und Schuldige zu bezeichnen.  Prozente allein sind aber nicht zielführend. Ein Prozent von einer Million sind trotzdem mehr als zehn Prozent von zehntausend Franken.

 

Schaut man sich die Zahlen aus der santésuisse Pressemappe an, fallen auf einen Blick Widersprüche auf, die unentschuldbar sind. Leider nicht zum ersten Mal.

 

Im ersten Diagramm wird die Steigerung der Medikamentenkosten zwischen 2017 und 2018 mit 4.4 Prozent angegeben. Auf der gleichen Seite, in einem anderen Diagramm, ist dann die Steigerung der Medikamentenkosten zwischen 2017 und 2018 von 262 CHF pro Patient, auf 266 CHF gestiegen. Dies entspricht einer Steigerung von 1.5 Prozent, also fast drei Mal weniger!

 

Genauso stümperhaft wie diese Analyse, ist dann auch das «Hinterfragen nach dem Warum» der Kostensteigerung, damit Lösungen gefunden werden könnten. Das die 4.4 Prozent nur von den hochpreisigen Medikamenten kommen (2 Prozent der Packungen verursachen fast 50% der Kosten), interessiert bei santésuisse niemanden. Lieber schraubt man an den Vertriebsmargen der Apotheker.
Für konstruktive Lösungen hat sich santésuisse in den letzten Jahren keinen Namen gemacht. Im Gegenteil, sie sind eher als Blockierer und Verhinderer von Reformvorschlägen aufgefallen (Link auf Artikel).

 

Nachhaltige Lösungen zu entwickeln und der Problematik auf den Grund zu gehen, wäre besser als mit dem Finger auf die anderen zu zeigen, die «vermeintlich Schuldigen» an den Pranger zu stellen und Jahr für Jahr tendenziöse, oft falsch aufbereitete Zahlen zu präsentieren.

 

 

 

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Wenn schon Auslandspreisvergleiche – dann bitte für alle https://3-min.info/2018/11/15/wenn-schon-auslandspreisvergleiche-dann-bitte-fuer-alle/ https://3-min.info/2018/11/15/wenn-schon-auslandspreisvergleiche-dann-bitte-fuer-alle/#respond Thu, 15 Nov 2018 20:08:51 +0000 https://www.3-min.info/?p=11393 Sie kommen so sicher, wie das Amen in der Kirche, so regelmässig wie Weihnachten aber mit der Kadenz einer Sonntagspredigt: die Auslandspreisvergleiche. Die Krankenversicherer begründen damit alle Jahre wieder, warum sie die Prämien erhöhen müssen.

Egal ob es um Generika, Margen oder Leistungen im Gesundheitswesen geht: Schuld ist immer einer der Leistungserbringer, weil dasselbe im Ausland ja viel günstiger zu erhalten sei.

Das BAG, der Preisüberwacher und auch der Bundesrat stossen ins gleiche Horn.

Sind sich diese Prediger wohl bewusst, dass im immer wieder gerne zitierten Ausland alle Lohnempfänger – auch die Beamten – nur einen Bruchteil dessen verdienen, was sie erhalten?

Einen Preisüberwacher auf Staatskosten sparen sich die meisten Länder übrigens gänzlich. Wie die Handelszeitung kürzlich zeigte, verdient beispielsweise Gesundheitsminister Alain Berset mehr als doppelt so viel als der französische Präsident Emmanuel Macron.

Wer Auslandspreisvergleiche heranzieht, sollte zuerst vor der eigenen Türe kehren. Wenn die Damen und Herren der Regierung die Margen senken wollen, dann bitte überall und bei allen, die Geld kosten. Mit Auslandpreisvergleichen kann man dem Problem der Kostenexplosion im Gesundheitswesen ganz sicher nicht entgegenwirken – auch wenn man es gebetsmühlenartig immer wieder wiederholt. Amen.

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Wann hört santésuisse damit auf? https://3-min.info/2018/09/20/wann-hoert-santesuisse-damit-auf/ https://3-min.info/2018/09/20/wann-hoert-santesuisse-damit-auf/#respond Thu, 20 Sep 2018 10:15:05 +0000 https://www.3-min.info/?p=11280 Immer wieder werden von santésuisse Behauptungen in den Raum gestellt, die einer objektiven Analyse nicht Stand halten. Leider ist dies nicht das erste Mal. Die letzte Behauptung im Presse Communiqué vom 19. September 2018 nachfolgend zitiert:

 «Medikamente: hohe Mehrkosten wegen fehlender Preisüberprüfung. Das BAG hat die regelmässige Preisüberprüfung der Medikamente nach einem dreijährigen Unterbruch erst per Ende 2017 wieder aufgenommen. Die fehlende Preisüberprüfung schlug sich im Anstieg der Medikamentenkosten pro Kopf um 4,6 Prozent (Vorjahr +5,4 Prozent) nieder. Dank der regelmässigen Überprüfung der Medikamente, die in den Jahren 2013 bis 2015 vorgenommen wurde, blieben diese Ausgaben konstant. Danach war wiederum ein starker Anstieg zu verzeichnen.»

Dazu präsentiert santésuisse diese Grafik:

Wie eine nicht vorgenommene Preisüberprüfung, sprich Preissenkung, für die Preiserhöhung bei den Medikamenten verantwortlich sein soll, ist schleierhaft.

 

Tatsache ist, dass im tiefen Preissegment keine Preiserhöhung stattgefunden hat.

Tatsache ist, dass in der Klasse der preiswertesten Medikamente (unter CHF 15.00), der Wert zu ex-factory von 2016 auf 2017 um 3.2 Mio. CHF, also 0.65 % zurück gegangen ist.

Tatsache ist, dass in der Klasse der teuersten Medikamente (über CHF 2’570.00), der Wert zu ex-facotry von 2016 auf 2017 um 58.7 Mio. CHF, also um 10.25% gestiegen ist.

 

Wie kann ein seriöser Verband solche Tatsachen einfach ignorieren und Behauptungen in den Raum setzen, die jegliche Zusammenhänge zur gesetzten Behauptung vermissen lassen?

Unsere Zahlen sind aus einer Präsentation von IQVIA von Juni 2018, welche auszugsweise im Anhang wiedergegeben sind

Link zum Anhang

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Undifferenzierte Preissenkungen führen zu Versorgungslücken https://3-min.info/2016/12/01/undifferenzierte-preissenkungen-fuehren-zu-versorgungsluecken/ https://3-min.info/2016/12/01/undifferenzierte-preissenkungen-fuehren-zu-versorgungsluecken/#respond Thu, 01 Dec 2016 11:28:03 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=9717 Time for FactsIn der aktuellen Ausgabe von «dosis» prangert Pharmasuisse die undifferenzierte Preissenkungspraxis des Bundes an. «Die Berechnung der Umsätze ohne Berücksichtigung der verschiedenen Darreichungsformen sowie generell undifferenzierte Preissenkungen führen zu Versorgungslücken, zum Monopol des Billigsten und zur Senkung der Qualität», schreibt der Apothekerverband. Die ständigen Preissenkungen führten zur Verlagerung der Produktion in Tieflohnländer. Angeprangert wird insbesondere auch die Häufigkeit der Preissenkungen, da sie unverhältnismässig viele Umtriebe verursacht. Preissenkungen bei Medikamenten unter 15 Franken seien ganz zu unterbinden, fordert Pharmasuisse. Das Einsparpotential sei in diesem Bereich gering, binde zu viele Kräfte in der Bundesverwaltung und gefährde die Versorgungssicherheit. Staatliche Intervention müsse bei den hochpreisigen Medikamenten einsetzen, weil dort der Markt nicht spiele, dieser Bereich aber der grosse Kostentreiber bei den Medikamenten sei.

Wie wahr! Leider scheint die Inkubationszeit dieser Erkenntnis beim BAG, beim Preisüberwacher und vor allem auch bei Santésuisse äusserst lange zu sein. An diesen Stellen wird nach wie vor undifferenziert von zu hohen Preisen und Margen geredet. Erst kürzlich verbreitete Santésuisse zum fünften Mal dieselben Fantasiezahlen betreffend angeblichem Sparpotential. Davon erhofft sich der abgebröckelte Kassenverband fette Schlagzeilen. Mit Fakten und seriöser Analyse hat das nichts zu tun. Das haben inzwischen selbst die Medien gemerkt. Zur Medienkonferenz von Santésuisse im Frühjahr bemühte sich kein einziger Journalist mehr aus dem Büro, und auf die letzte Medienmitteilung von Santésuisse griffen nur noch einige wenige überhaupt in die Computertasten.

Verwerflich sind diese Faktenverzerrungen nicht zuletzt gegenüber den Versicherten. Ihnen wird eingetrichtert, Medikamente seien grundsätzlich und in jedem Fall zu teuer, dass sie aber manche Medikamente gar nicht mehr erhalten, weil diese wegen staatlich verordneten Tiefstpreisen vom Markt verschwinden, sagt ihnen keiner.

Nach der letzten Medienmitteilung erntete Santésuisse erstmals breitere Kritik. «Die Trump-Nachahmer von Solothurn ignorieren die Fakten», twitterte Pharmasuisse-Präsident Fabian Vaucher. Und erstmals versucht man sich bei Santésuisse immerhin zu erklären. Die Antwort auf einen Bericht im Online-Portal medinside.ch wirkt allerdings reichlich diffus. Projektleiter Medikamente von Santésuisse Andreas Schiesser behauptet allen Ernstes, die Apotheker müssten die Kosten dokumentieren, die «bei effizienter Leistungserbringung anfallen» und findet offenbar die LOA-Vergütung überflüssig.

Sorry, aber was denkt man sich bei Santésuisse dabei? Sollen die Apotheker etwa gratis arbeiten? Und was bitte gibt es bei Publikumspreisen von einigen wenigen Franken noch über «effiziente Leistungserbringung» zu dokumentieren? Die Replik gipfelt darin, dass Andreas Schiesser den Apothekern auch noch vorwirft, sie würden eine «sachgeführten Diskussion» grundsätzlich ablehnen. Das ist nun wirklich der Hammer. Ausgerechnet Santésuisse, die seit Jahren regelmässig mit völlig undifferenzierten Rundumschlägen die Apotheker diffamiert und sich jeglicher Fakten verweigert, redet von sachbezogener Diskussion! So viel Abgehobenheit und Realitätsferne muss man erst mal aufbringen.

http://www.pharmasuisse.org/data/Oeffentlich/de/Publikationen/Dosis/Aktuell/dosis%20_aktuell.pdf

https://www.medinside.ch/de/post/streit-um-apotheken-margen-die-replik-von-santesuisse

1. Dezember 2016

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Tiefstpreise sind ein Sicherheitsrisiko https://3-min.info/2015/08/10/tiefstpreise-sind-ein-sicherheitsrisiko/ https://3-min.info/2015/08/10/tiefstpreise-sind-ein-sicherheitsrisiko/#respond Mon, 10 Aug 2015 09:34:08 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=9228 spinning rouletteDie Forderung nach Tiefstpreisen bei Arzneimitteln und Medizinalprodukten ist ein Dauerbrenner. Kaum jemand macht sich dabei Gedanken über die Sicherheit. Aber genau darin liegt ein nicht zu unterschätzender Knackpunkt. Deutsche Patienten müssen bereits damit leben, dass sie ein gewisses Risiko eingehen, auch in der öffentlichen Apotheke gefälschte Ware zu erhalten. Die deutschen Apotheker werden nämlich vom Staat zu Parallelimporten gezwungen. Sie müssen einen Teil ihrer Ware bei Importeuren beziehen. Diese kaufen, damit sich das Geschäft lohnt, logischerweise dort ein, wo sie die günstigsten Preise bekommen. Mit der Folge, dass die Herkunft der Arzneimittel nicht mehr in jedem Fall bis zurück zum Hersteller nachvollzogen werden kann. Besonders gross ist der Druck auf die hochpreisigen Produkte wie HIV- und Hepatitis-Medikamente und Krebsmittel. Bereits sind in Deutschland Fälschungen des Krebsmittels Sunitinib aufgetaucht, und auch bei HIV- und Hepatitis-Medikamenten tauchten schon mehrfach Fälschungen auf. Grund dafür ist der staatliche Preisdruck, der die auf solche Therapien spezialisierten Apotheker zwingt, sich mit günstigerer Ware aus dem Ausland einzudecken. Die Handelswege lassen sich dabei nicht immer lückenlos nachvollziehen. Die Apotheker nehmen nun die Importeure in die Pflicht mit einem «Herkunftsicherstellungsbogen». Denn solange die Warenströme nicht nachvollziehbar seien, sagt ein an dem Projekt beteiligter Apotheker, könne für die Sicherheit nicht garantiert werden.

Solche Szenarien verunsichern nicht nur die Apotheker, sondern auch die Konsumenten. Bereits gibt es Patienten, die – durch Medienberichte aufgeschreckt – keine importierten Medikamente mehr wollen. Einen Weg daran vorbei gibt es allerdings nicht ohne weiteres. Wenn die Krankenversicherung nur einen Mindestpreis vergüten, heisst es für den Patienten, die Differenz aus der eigenen Tasche bezahlen zu müssen. Aber selbst dann ist das Problem keineswegs aus der Welt geschafft. Pharmafirmen halten zunehmend die Lagerbestände klein. Es genügen dann eine Panne bei der Produktion oder eine kurzfristig steigende Nachfrage, und der Lieferengpass ist da. Bei den minimalen Margen, die der Staat den Apothekern lässt, können diese ebenfalls keine grossen Lager halten.

Wir sollten uns in der Schweiz gut überlegen, ob wir ähnliche Szenarien riskieren wollen. Ein Mindestpreissystem à la Berset und die von Konsumentenschützern, Preisüberwacher und anderen «Gesundheitsexperten» geäusserte Forderung, die Krankenkassen sollten auch Medikamente, die im Ausland gekauft wurden, vergüten müssen, würden die Schweizer Konsumenten mit der Gefahr von Fälschungen und Versorgungslücken bezahlen.

http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/nachricht-detail/arzneimittelfaelschungen-apotheker-durchleuchten-importeure/

http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/nachricht-detail/krankenkassen-kkh-zweifelt-an-import-rabattvertraegen/

10. August 2015

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Horrorvision Discount-Apotheke https://3-min.info/2015/07/07/horrorvision-discount-apotheke/ https://3-min.info/2015/07/07/horrorvision-discount-apotheke/#respond Tue, 07 Jul 2015 10:09:21 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=9190 Fotolia_70894053_XSDas Bild von einer US-amerikanischen Discount-Apotheke auf medinside.ch lässt einem die Haare zu Berge stehen. Riesengross steht «Discount Pharmacy» über dem Tresen, und der Tresen selbst ist verklebt mit «30% on all brand name medicine». Was für ein Schreckensbild!  Leider passiert dasselbe auch in der Schweiz. Allerdings nicht freiwillig, sondern staatlich verordnet. Die staatlich diktierten Tiefstpreise bringen die Apotheken zunehmend an den Rand ihrer Existenz. Rund 20 Prozent der Schweizer Apotheken werden weitere Preissenkungsrunden nicht überstehen. Will Gesundheitsminister diese Ausdünnung des Apothekennetzes wirklich? Oder will er die wirtschaftlichen Gegebenheiten einfach nicht sehen?

Eines ist sicher, Die Konsumenten wollen diese Ausdünnung bestimmt nicht. Laut aktuellem Gesundheitsmonitor wollen sie kein Tiefstpreisdiktat bei den Generika.

http://www.medinside.ch/de/post/d9e0d7cc-f9dc-48ec-83c8-58f7041df59a?state=published

7. Juli 2015

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Santésuisse rechnet Negativzinsen zu hoch aus https://3-min.info/2015/03/16/santesuisse-rechnet-negativzinsen-zu-hoch-aus/ https://3-min.info/2015/03/16/santesuisse-rechnet-negativzinsen-zu-hoch-aus/#respond Mon, 16 Mar 2015 08:00:35 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=9045 Fotolia_63926395_XS78 Millionen Franken würden die Prämienzahler berappen müssen für die Negativzinsen, welche die Schweizerische Nationalbank SNB den Krankenkassen in Rechnung stelle. Dies rechnete Santésuisse der Öffentlichkeit vor. Das ist ärgerlich, zumal da die SNB bei der Pensionskasse des Bundespersonals eine Ausnahme macht. Es wäre also durchaus angebracht, dass auch die Krankenkassen, die zwangsläufig ebenfalls grosse Geldmengen bereit halten müssen, keine Negativzinsen zahlen müssten. Aber die Sache mit den Privilegien für sich selbst und der Umgang mit dem Geld beim Bund ist ein anderes Thema.
Unser Thema sind die Rechenkünste der Santésuisse. Es stellte sich nämlich heraus, dass der von dem Kassenverband genannte Betrag nicht stimmt. Wie Santésuisse eingestehen musste, belaufen sich die Negativzinsen von 0.75% lediglich auf 10 bis 12 Millionen Franken. Die falsche Zahl sei «irgendwie in Umlauf geraten» hiess es.
Das kommt uns «irgendwie» bekannt vor. Santésuisse rechnet bekanntlich auch sonst nach dem Motto Handgelenk mal Pi und vor allem mit dem Ziel, eine möglichst fette Zahl für möglichst dramatische Schlagzeilen zu präsentieren. Wir erinnern an die Margenvergleiche, bei denen Santésuisse ebenfalls völlig überrissene Zahlen in die Welt setzte. Im Februar dieses Jahres veröffentlichte daraufhin der IFAK Verein eine Analyse zu den Margen- und Preisvergleichen. Darin weist IFAK mit fundierten Zahlen nach, dass Santésuisse wild mit Zahlen jongliert hat. Ob bewusst oder aus Unwissen, bleibt offen. Peinlich ist beides. Solch krasse Fehlinformationen und Irreführungen sind eines Branchenverbands in jedem Fall unwürdig.

http://ifakverein.ch
18. März 2015
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IFAK erstellt Studie zu den Apothekenmargen https://3-min.info/2015/02/13/ifak-erstellt-studie-zu-den-apothekenmargen/ https://3-min.info/2015/02/13/ifak-erstellt-studie-zu-den-apothekenmargen/#respond Fri, 13 Feb 2015 17:24:33 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=9023 Fotolia_66785188_XSSantésuisse und Preisüberwacher attackierten in der Vergangenheit immer wieder die Apothekenmargen. Die Realität zeigt ein anderes Bild. Seit dem 1. Januar 2015 ist auch die Apotheken­kette SunStore gezwungen, die LOA Taxen zu verrechnen, weil die heutige Marge auf Produkten, die von der Grundversicherung bezahlt werden, nicht mehr genügen. Ungeachtet dieser marktwirtschaftlichen Realität behauptete Santésuisse in den letzten drei Jah­ren, bei den Margen der Apotheker liessen sich dreistellige Millionenbeträge einsparen. «Bei derart abenteuerlichen Zahlen drängt es sich auf, die Berichte von SantéSuisse unter die Lupe zu neh­men. Wir haben die Berechnungen des Krankenkassenverbands analysiert und Erstaunliches ent­deckt», schreibt IFAK-Präsident Dr. Claus M. Hysek in seinem Begleitbrief zu einer aktuellen Studie, die der IFAK Verein erstellt hat. Die IFAK-Analyse beleuchtet das landläufige Bild über die Apothekermarge unter einem anderen Gesichtspunkt.

Die Studie kann beim IFAK Verein angefordert werden.

http://ifakverein.ch/

Die Mitglieder des IFAK Vereins engagieren sich seit 1991 für die Interessen der unabhängigen Apotheke und der Apotheker, die eine wichtige Rolle im Gesundheitswe­sen spielen und wesentliche Aufgaben der Grundversorgung wahrnehmen können.

13. Februar 2015

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Stammtischgepolter von M. Prix https://3-min.info/2014/07/10/stammtischgepolter-von-m-prix/ https://3-min.info/2014/07/10/stammtischgepolter-von-m-prix/#respond Thu, 10 Jul 2014 13:43:19 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=8760 Tough Man Arm Wrestling NerdIm Blick am Abend vom 7. Juli durfte der Preisüberwacher Stefan Meierhans seine Meinung kundtun. Er beginnt mit der Gebetsmühle, dass «wir» für unsere Medikamente «immer noch zu viel» bezahlen. Dann jubiliert er, dass der Bundesrat den Auslandpreisvergleich ausbauen und den Wechselkurszuschlag von 5 auf mindestens 3 Prozent senken wolle. «Aber wir können noch viel mehr machen!», poltert der Mann mit der Gelfrisur. Ein Preisvergleich mit Italien zum Beispiel, denn – so unser hochbezahlter Preisüberwacher wörtlich – «Die Menschen im Tessin verstehen ohnehin nicht, warum der Schlagbaum an der Grenze einen happigen Preisaufschlag begründen soll.»

Was für eine unsinnige Aussage ist das denn! Ist ja nett, dass sich der Preisüberwacher im Stil dem zugespitzten Kurzfutter der Boulevardzeitung anpasst. Wahrscheinlich ging ihm ja auch ein Redaktor vom Blick am Abend etwas zur Hand, mit dem Schlagbaum und so. Aber äxgüsi, Landesgrenzen haben es nun mal an sich, dass auf der jeweils anderen Seite Kultur, Sprache und eben auch das Kosten- und Preisgefüge anders sind. Die Spaghetti und der Espresso kosten in Italien nun mal nicht gleich viel wie in der Schweiz. Das ist versteht eigentlich jeder, äh, also fast jeder. Und wenn schon auf beiden Seiten des Schlagbaums alles gleichgeschaltet sein soll, dann fragen wir uns, was denn den happigen Lohnaufschlag von unserem Bundesbeamten Meierhans auf unserer Seite des Schlagbaums rechtfertigt. Wenn schon, wären wir dafür, dass auch sein Salär auf das Niveau billigerer Länder gesenkt wird.

Hier ein Faktum, das zeigt, wie stark der Preisüberwacher ins Blaue hinaus poltert. Der Medikamentenmarkt Schweiz nahm 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 0.1% auf 5.077 Milliarden ab. Dies trotz der weiteren Bevölkerungszunahme, dem wachsenden Anteil der älteren Generation und einer erweiterten Medikamentenpalette. Der wertmässige Rückgang basiert im auf Preissenkungsmassnahmen und dem starken Wachstum bei den Generika.

Dass manche Medikamente noch lumpige 2 oder 3 Franken (Publikumspreis, wohlverstanden) kosten, kümmert Herrn Meierhans offensichtlich auch nicht. Wetten, dass seine Mitarbeiter das x-fache kosten, wenn sie auch nur ein Blatt Papier von einem Stapel auf den anderen umlagern!

10. Juli 2014

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Schmerzmittel sind viel zu billig https://3-min.info/2014/06/27/schmerzmittel-sind-viel-zu-billig/ https://3-min.info/2014/06/27/schmerzmittel-sind-viel-zu-billig/#respond Fri, 27 Jun 2014 12:19:22 +0000 http://www.3-min.info/3min/?p=8713 Fotolia_39551717_XSIn der «Frankfurter Allgemeine» vom 27. Juni geht eine Journalistin unter dem Titel «Es gibt keine harmlosen Schmerzkiller» den «Kollateralschäden» von Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Diclofenac und Ibuprofen nach. In Deutschland würden so viele Schmerzmittel konsumiert, dass man mit der Menge zehn Millionen Deutsche ein Jahr lang täglich versorgen könnte. Wer den Artikel zu Ende liest, wird nicht so schnell wieder zur Schmerzmittelpackung greifen. Von Bösen Folgen auf Herz und Kreislauf, Leber, Nieren, das ungeboren Kind etc. ist die Rede. Es sei kaum übersehbar, für welchen Anteil der Alters- und Zivilisationskrankheiten die genannten Schmerzmittel verantwortlich seien.

Nun ja, alle Medikamente haben gewisse unerwünschte Wirkungen, insbesondere wenn sie im Übermass konsumiert werden. Freiverkäufliche Schmerzmittel nun in Bausch und Bogen zu verdammen und sie gar für Alters- und Zivilisationskrankheiten verantwortlich zu machen, ist verfehlt. Was wäre bei den Schmerzmitteln denn die Alternative? Wollen wir jeden, den es irgendwo zwickt, auf Opiate setzen? Doch wohl nicht.

Das Problem liegt nicht bei den Nebenwirkungen der gängigen Schmerzmittel, die zudem seit Jahrzehnten bestens bekannt und in millionenfacher Anwendung erprobt sind. Das Problem liegt darin, dass diese Schmerzmittel nichts mehr kosten dürfen. Dank staatlichen Interventionen bewegen sich die Preise nur noch knapp über dem Nullpunkt. Wenn für eine Packung Paracetamoltabletten gerade mal schäbige 2.40 Franken und für die Kinderdosis sogar nur lächerliche 1.40 Franken auf den Tresen gelegt werden müssen, darf man sich nicht wundern, wenn der Konsument die Gefahr, die auch in an sich harmlosen Präparaten steckt, nicht ernst nimmt. Was so billig ist, kann keine grosse Sache sein, denkt sich Otto Normalverbraucher, und wenn die Tabletten – wie das Politiker und interessierte Grossverteiler gerne hätten – dann auch noch neben Kaugummi und Ricola (beide teurer als Schmerzmittel!) vom Regal genommen werden können, ist es erst recht vorbei mit dem Respekt vor dem Produkt Medikament.

Wer Billigstpreise für Medikamente und den Verkauf über jeden Krämerladen fordert, ist mitverantwortlich für unkontrollierten Konsum. Das hat nichts mit den Nebenwirkungen der Medikamente zu tun, sondern ist der «Kollateralschaden» einer kurzsichtigen, einseitigen und unüberlegten Tiefstpreispolitik. Freiverkäufliche Schmerzmittel gehören in die Hand des Apothekers, der entsprechend beraten kann. Und er muss für seine Dienstleistungen adäquate Preise verlangen können. So einfach wäre das, wenn man nur wollte.

27. Juni 2014

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