Der Griff zum Antibiotikum ist nach wie vor schnell gemacht. Oft zu schnell, wie Forscher des Instituts für klinische Epidemiologie in Basel nach der Untersuchung von rund 2600 Krankheitsfällen festgestellt haben. Bei Nebenhöhlenentzündungen profitiert nur gerade einer von fünfzehn Patienten von einer Antibiotikatherapie. Selbst bei länger andauernden Beschwerden, die selbst bei anfänglicher Zurückhaltung oft den Ausschlag für eine Antioniotikatherapie geben, hilft die Behandlung nicht. Das steht in krassem Gegensatz zum Verschreibungverhalten der Ärzte. In Grossbritannien zum Beispiel erhalten 90 Prozent der Patienten bei Nebenhöhlenentzündungen Antibiotika. In der Schweiz dürfte die Situation nicht viel anders sein.
http://www.bice.ch/de/default.htm
17. März 2008

