Deutsche Gesundheitsministerin für Fremdbesitzverbot

In der Schweiz ist es schon längst gefallen, in Deutschland scheint es noch ein Weilchen weiterexistieren zu dürfen: das Fremdbesitzverbot von Apotheken. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat an der 104. Jahrestagung der deutschen Pharmaziestudenten betont, dass sie den Apothekern als Inhaber mehr Verantwortung zutraut als Konzernen, die ihren Geschäftsführern Umsatzziele vorgeben. Allerdings zielt die EU möglicherweise in eine andere Richtung. Noch steht beim Europäischen Gerichtshof ein Urteil zum Fremdbesitzverbot aus. Je nachdem wie dieses ausfällt, wird auch Deutschland nochmals über die Bücher gehen müssen. Sollte das Fremdbesitzverbot fallen, müssen sich auch die deutschen Apotheker damit auseinandersetzen, dass der freie Apothekerberuf gefährdet ist. An gute Standorte werden einzelne Apotheker kaum mehr herankommen. In der Schweiz ist diese Tendenz deutlich sichtbar.

5. Mai 2008

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