In ihrer Medienmitteilung vom 4. April stellt Santésuisse fest, dass die Kostenzunahme in der obligatorischen Krankenversicherung in erster Linie die Folge der Mengenausweitung im spitalambulanten Bereich und bei den Spezialärzten ist. Das Wachstum im spitalambulanten Bereich lasse sich nicht damit erklären, dass dort stationäre Leistungen substituiert würden. Ausserdem seien bei den Spitälern grosse Effizienzunterschiede festzustellen.
Diese Erkenntnisse stammen aus einer von santésuisse in Auftrag gegebenen Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur. Die Studie analysierte erstmals detailliert die Entwicklung von 2004 bis 2010 der Mengen und Preise in den Kantonen.
Zur Lösung des Problems seien bessere Anreize nötig, schreibt Santésuisse weiter. Zum Thema Medikamente schreibt der Krankenkassenverband: «Im Bereich der Medikamente hatten Preissenkungen eine positive Wirkung, die wachsenden Mengen wirken aber kostentreibend.»
Es gäbe eine wirksame Methode, um dieser Mengenausweitung einen Riegel zu schieben: Schaffen wir endlich die SD ab, nach dem Grundsatz «wer verschreibt, verkauft nicht».
http://www.santesuisse.ch/de/dyn_output.html?content.vcid=6&content.cdid=37297&sess_contentonly=
4. April 2013

