Mit seinem Vorhaben, nur noch das jeweils billigste Generikum von den Krankenkassen bezahlen zu lassen, kommt Bundesrat Berset bei den Konsumenten nicht gut an. Gemäss der Repräsentativumfrage gfs-Monitor sind 80 Prozent der Befragten der Meinung, dass das billigste Medikamente nicht immer das geeignetste ist und nicht allein der Preis entscheiden soll. 65 Prozent befürchten, dass die Therapiefreiheit eingeschränkt ist, wenn der Preis bei der Wahl der Medikamente mitentscheidet. Und – was Apotheker schon lange sagen, aber die verantwortlichen Stellen partout nicht hören wollen – die Compliance leidet. Das sagen auch 63 Prozent der Befragten Konsumentinnen und Konsumenten. Die sehen offenbar die Realität klarer als der Gesundheitsminister.
Wesentlich bodenständiger denken die Konsumenten auch bezüglich Wahl der Franchise. 41 Prozent sprechen sich für eine Erhöhung der Wahlfranchise aus, weil sie darin eine Möglichkeit zur Eigenverantwortung sehen. Alain Berset dagegen will sie bekanntlich abschaffen, weil angeblich unsozial!
Den Gesundheitsmonitor kann man bei Interpharma herunterladen:
http://newsroom.interpharma.ch/lebensqualitaet
7. Juli 2015
Foto © arfo Fotolia

