Lange Ladenöffnungszeiten können sich nur grössere Apotheken leisten. Was aber, wenn der Kunde erst nach Ladenschluss an der Apotheke vorbeikommt? Dann hilft auch der Hauslieferdienst wenig. Medikamente können nicht einfach in den Milchkasten oder gar vor die Tür gelegt werden, und die neugierige Nachbarin eignet sich ebenfalls schlecht als Zwischenstation für die Lieferung aus der Apotheke. Eine Lösung könnte ein Abholautomat für Medikamente sein, der in die Fassade der Apotheke integriert wird. Ähnlich wie bei den Postfächern wird die Ware in ein Fach gelegt. Der Kunde erhält per SMS oder E-Mail einen Code, mit dem er Zugang zum Fach erhält. Ob um Mitternacht, morgens um sechs oder während der regulären Öffnungszeiten, der Kunde kann die bestellte Ware abholen, wenn es ihm in den Zeitplan passt. Entwickelt und hergestellt wird der Abholautomat von der deutschen Firma PSS, die den Automaten 2011 an der Interpharm in Hamburg als Neuheit vorstellte und inzwischen in diversen deutschen Apotheken eingerichtet hat.
Gute Idee, die sicherlich viele Apothekenkunden anspricht. Die Garagisten haben ein ähnliches System für die Autoschlüssel, so dass man sein Auto in aller Ruhe auf dem Nachhauseweg abholen kann. Das nimmt viel Stress aus dem Alltag und ist kundenfreundlich.
http://pharma-service-systeme.de/de/
6. Juni 2016
Foto © Dan Race Fotolia.com

