Weleda will einen eigenen Geschäftsbereich Forschung und Entwicklung aufbauen. Ziel sei, die Innovationskraft zu stärken, wie das Unternehmen auf seiner Website schreibt. In der Naturkosmetik komme das Wachstum zu mehr als 80 Prozent von neuen Produkten, und auch im Pharmabereich will Weleda ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionen in Forschung und Entwicklung stärken. Mit einem kleinen internationalen Arzneimittelsortiment will die Firma die wirtschaftlich relevanten Arzneimittelmärkte erschliessen. Im Bereich Kosmetik erhofft sich das Unternehmen bereits für 2018 Wirkung durch den neuen Geschäftsbereich, im Bereich Pharma rechnet es mit fünf Jahren für erste positive Auswirkungen.
Das ist eine interessante Entwicklung. Viele Unternehmen, die komplementärmedizinische Produkte herstellen, werben noch immer mit «jahrhundertealter Tradition», auf der die Anwendung einer Arzneipflanze beruhe, und oder mit Aussagen wie «schon die alten Römer haben diese Heilpflanze genutzt» oder ähnlichem. Das mag ja für Konsumenten, die in allem, was aus der Natur kommt, nur Gutes sehen, okay sein. Aber gerade innovativ und up to date wirken solche Sätze nicht. Ein Autohändler wirbt ja auch nicht mit dem Ochsenkarren aus der Urzeit.
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6. Juni 2016
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